[ english | Aktueller Blog auf paulinchen-worldwide.de | Follow on Twitter | Impressum ]

Hinnerk Weiler

BLOG-ARCHIV


ACHTUNG: Der Blog ist umgezogen!
Diese Seiten sind nur noch als Archiv online. Alle neue Inhalte und Aktuellen Nachrichten vom Törn: www.paulinchen.worldwide.de.

Bei der Arbeit

Mittwoch, 31 Oktober 2012 | Zwischennotizen
Schleuse in den Kentucky Lake

Kentucky Lake Schleuse

So recht komme ich nicht weiter heute Abend. Vielleicht hilft ja ein Bier. Ich probiere es erst mal mit einem Red-Bull. Davon habe ich für solche Fälle immer eine Dose parat. Für: Wenn es spät wird und einfach nichts in den Kopf kommt, aber muss. Denn morgen früh muss auf dem Bildschirm stehen, was bald gedruckt werden soll. Morgen früh in Deutschland. Das ist hier kurz nach Mitternacht. Flügel verleihen aufgelöste Gummibärchen nicht. Aber sie halten wach. Und sie machen Herzklopfen. Herzklopfen ist was Gutes. Man hat das, wenn man frisch verliebt ist. Red Bull macht nicht verliebt. Es erinnert aber daran. Daran wie ich hier ankam. Wie ich mich verliebt hatte. Nach dem langen Weg über die Flüsse. Der war irgendwie nur schnelles Abreißen von Meilen gewesen. Ich war traurig darüber. Wenn man traurig ist, verliebt man sich schneller. Es ging wieder eine Schleuse bergauf. Die Zweite seit Chicago. Der Schleusenwärter mochte uns Segelboote vor seinem Tor irgendwie nicht. Wir kamen kurz vor Mittag und er lies uns in strömendem Regen drei Stunden warten. Mir war‘s egal, ich hatte keine Lust auf vorwärts, rückwärts und Kreise fahren. Ganz dreist, direkt vor der Schleuse fiel einfach – platsch – der Anker. Es wird schon jemand bescheid sagen, wenn wir rein dürfen. Dann gab es Gulaschsuppe zum Mittag, aus der Dose. Und ein bisschen Lesen, ein Krimi. Darf man das noch sagen, oder muss es Thriller heißen? Das Leben war irgendwie leicht an diesem Tag, trotz des Mistwetters. Man verliebt sich schneller, wenn das Leben leicht ist. Und als wir weiterdurften, öffnete sich die Schleuse und auf einmal war es da. Ich musste lachen, hatte Herzklopfen. Hinterm Boot rechts, ganz oben stand da „Kentucky“ an einem Gebäude. Weiterlesen… »

Diesen Artikel Freunden zeigen: Twitter | Facebook | eMail | LinkedIn

flattr this!




Da dreht sich was – Korrektur zur „HerzOP“ in segeln

Montag, 27 August 2012 | Lesenswert, Zwischennotizen
Piston Rod bearing on a two cylinder dieselengine

Das Pleullager sitzt an der Kurbelwelle, nicht wie beschrieben an der Nockenwelle

Ich erinnere mich noch recht gut an einen Schultag in der 11 Klasse. Englischunterricht. Wir sollten einen recht technischen Text übersetzen und dazu unbekannte Wörter herausschreiben. Die anschließende Diskussion der Frage, ob man Fachbegriffe wie „Camshaft“ (Nockenwelle) wirklich in den aktiven Wortschatz eines Oberstufenschülers aufnehmen müsste, wurde damals leider nicht abschließend geklärt. Ich halte es allerdings inzwischen für riskant. Zumindest, ohne auf einen recht nahen Verwandten hinzuweisen, der leicht zu einer Verwechslung führen kann: dem „Crankshaft“ (Kurbelwelle).

Sicher war diese Geschichte nicht ganz unschuldig daran, im Gespräch mit den englischsprachigen Mechanikern in Kanada die deutschen Begriffe dazu durcheinander zu bringen. Ein Fehler, der sich an einigen Stellen hier im Blog eingeschlichen hat und es letztlich sogar bis in den Artikel „HerzOP“ der aktuellen Ausgabe von segeln geschaft hat. Das bitte ich zu entschuldigen. Weiterlesen… »

Diesen Artikel Freunden zeigen: Twitter | Facebook | eMail | LinkedIn

flattr this!




Wintereinbruch

Samstag, 18 August 2012 | USA, Zwischennotizen
Fishingboats in Pentwater, Michigan, USA

Fischerboote in Pentwater

Im Hafen von Pentwater vergeht der Morgen zäh. Die Angelboote bocken fest vertäut im leichten Schwell, die Fischer dazu, stehen in Gruppen mit Kaffeebechern an Land und plaudern. Niemand hier bringt Fisch beruflich an Land. Bestenfalls hat der eine oder andere einen Deal mit einem örtlichen Restaurant und verwandelt so einen Teil seines Fangs in ein kleines Einkommen.

Die, die hier beieinanderstehen und stetig den Blick Richtung Nordwesten in den Wind richten, sind durchweg Hobbyfischer. Nicht auszulaufen, bedeutet keinen Verlust von Geld, nichts drängt, außer der unerfüllten Sehnsucht nach einem weiteren Tag auf dem See. Zumindest kann man sich heute gegenseitig die letzten Anschaffungen erklären und beratschlagen, was noch zum perfekten Fischerboot fehlt. Gestern ging nicht einmal das.

Ein bisschen ist die Stimmung in der Marina wie an einem der ersten Frühlingstage im Jahr, wenn nach einem langen Winter die Straßencafés öffnen und überall lächelnde Menschen in der Sonne spazieren gehen. Der Winter, der heute vorbei ist, war nur kurz. Er dauerte einen Tag und fand am 16. August statt. Dauerregen, Sturmböen, Gewitter. Etwas weiter nördlich, dort, wo ich vor einigen Wochen nach dem langen Aufenthalt in Kanada in die USA zurückgekehrt bin, lagen die Temperaturen dazu im einstelligen Bereich. – Wir sind froh, in einem langen Schlag über Nacht noch vor dem Frontdurchgang aus der Little Traverse Bay hier gekommen zu sein. Weiterlesen… »

Diesen Artikel Freunden zeigen: Twitter | Facebook | eMail | LinkedIn

flattr this!




Das gute Benehmen

Donnerstag, 2 August 2012 | Zwischennotizen
Flaggen der Ostseeanrainer unter Paulinchens Saling nach der Ostseerunde 2009

Nur weil wir in der EU von Einreisebestimmungen weitgehend verschont sind, gilt das nicht überall auf der Welt für uns.

Regeln sind nicht immer fair für jeden. Einreisebestimmungen sind da ein Paradebeispiel. Und manchmal ist die Ansteuerung fremder Küsten sogar von Regeln begleitet, die es nicht einfach machen überhaupt ein Land zu erreichen.

Als „Cruiser“ lese ich immer wieder Berichte, in denen beschrieben wird, wie unmöglich die Bedingungen in vielen Teilen der Welt sind. Wie unzivilisiert man uns Europäern auf der anderen Seite dieses Planeten begenet, wo man Gebüren verlangt, oder Strafen für das Nichtbeachten lokaler Gesetze verhängt, die Aufenthaltsdauer begrenzt oder Vorschriften für die Route ins Land macht. Und das, wo wir es doch gewohnt sind, normalerweise nicht einmal dem eigenen Zoll Rechenschaft über unsere Reiseroute, Crew und den Inhalt unserer Schapps und Schränke abzuliefern. Und Hand aufs Herz: Wer hat einen Zollstander an Bord oder weiß zumindest, wie der aussieht. – Und nein, das gelbe Q ist nicht gemeint.

Ganz so unkompliziert ist das mit der EU nämlich auch nicht: Wir sind nur nicht daran gewöhnt uns an die Regeln zu halten und man sieht es uns freundlicherweise nach. Wer sich aber nicht auf einen der stetig mehr werdenden Sterne auf der EU-Flagge berufen kann, hat es mit „uns“ auch nicht immer einfach. Über den Atlantik mit eigenem Boot zu den Aalands zu segeln ist theoretisch irgendwo zwischen unmöglich und reichlich stressig. Streng genommen bleiben drei Monate ab dem ersten EU-Einreisestempel in Frankreich oder England für die Strecke durch Deutschlands Kiel-Kanal, Dänemarks Süden, Schwedens Ostschären zu den finnischen Aaland Inseln und zurück. Gerade zurück muss es dann schnell gehen. „Nicht-EU“ gibt es außer in Russland erst wieder in Marokko, auf Bermuda oder in Kanada.

Weiterlesen… »

Diesen Artikel Freunden zeigen: Twitter | Facebook | eMail | LinkedIn

flattr this!




Alltäglichkeiten

Freitag, 18 Mai 2012 | Zwischennotizen
Paulinchen sitzt auf Grund vor South Port

Paulinchen sitzt auf Grund vor South Port

„Wann geht es weiter?“, die Frage kommt im Moment fast täglich und morgen wird es wohl soweit sein. Der erste „Start“ war allerdings schon vor fast einer Woche und sollte nach South Port in den Lake St. Clair gehen, um dort einige Tage zu liegen und einen Vortrag zu halten.

„Es ist recht flach dort“, wurde ich schon vor der Abfahrt in LaSalle gewarnt und es hat nicht sein sollen: Zwischen den letzten beiden Tonnenpaaren der Ansteuerung wird die Zahl auf dem Echolot immer kleiner, der Bug neigt sich sanft nach vorn, und der Kiel bohrt sich in den weichen Sandboden. Die Hilfe vom Club kommt prompt, das Spi-Fall an einem Motorboot befestigt, versuchen wir mit Lage über die Sandbank zu kommen. – Erfolglos. Nach einer Stunde vereinbaren wir, dass ich für den Vortrag in LaSalle abgeholt werde und es geht den Detroit River entlang zurück in Richtung LaSalle. Weiterlesen… »

Diesen Artikel Freunden zeigen: Twitter | Facebook | eMail | LinkedIn

flattr this!





ACHTUNG: Der Blog ist umgezogen!
Diese Seiten sind nur noch als Archiv online. Alle neue Inhalte und Aktuellen Nachrichten vom Törn: www.paulinchen.worldwide.de.