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	<title>Hinnerk Weiler &#187; Hinnerk Weiler</title>
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	<description>Koje frei bis Feuerland - segeln um die halbe Welt</description>
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		<title>Alltäglichkeiten</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 14:29:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zwischennotizen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die letzten Kleinigkeiten werden erledigt, Paulinchen ist bereit für den Great Loop im dritten Anlauf. Unter der Saling im kanadischen LaSalle weht wieder der Blaue Peter...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2416" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/2012/05/18/alltaglichkeiten"><img class="size-medium wp-image-2416 " title="Aufgelaufen" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/20120513-214824--300x200.jpg" alt="Paulinchen sitzt auf Grund vor South Port" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Paulinchen sitzt auf Grund vor South Port</p></div>
<p><em>„Wann geht es weiter?“</em>, die Frage kommt im Moment fast täglich und morgen wird es wohl soweit sein. Der erste „Start“ war allerdings schon vor fast einer Woche und sollte nach South Port in den Lake St. Clair gehen, um dort einige Tage zu liegen und einen Vortrag zu halten.</p>
<p>„Es ist recht flach dort“, wurde ich schon vor der Abfahrt in LaSalle gewarnt und es hat nicht sein sollen: Zwischen den letzten beiden Tonnenpaaren der Ansteuerung wird die Zahl auf dem Echolot immer kleiner, der Bug neigt sich sanft nach vorn, und der Kiel bohrt sich in den weichen Sandboden. Die Hilfe vom Club kommt prompt, das Spi-Fall an einem Motorboot befestigt, versuchen wir mit Lage über die Sandbank zu kommen. &#8211; Erfolglos. Nach einer Stunde vereinbaren wir, dass ich für den Vortrag in LaSalle abgeholt werde und es geht den Detroit River entlang zurück in Richtung LaSalle.<span id="more-2412"></span></p>
<div id="attachment_2423" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/20120516-164129-.jpg" rel="lightbox[2412]"><img class="size-medium wp-image-2423" title="Fäkalientank" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/20120516-164129--300x200.jpg" alt="Kleiner Fäkalientank an Bord von Paulinchen" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Viel Platz muss für einen Fäkalientank geopfert werden</p></div>
<p>Die Zeit nutze ich, um mich mit den kanadischen Regularien für ausländische Boote zu beschäftigen. Ein „Boating Saftey Officer“ der zuständigen Behörde bestätigt mir zwar am Telefon, dass mich das nicht betrifft, sofern mein Camping-Klo in Deutschland legal ist, aber dennoch: „Portable toilets are prohibited in Ontario Waters“ ist auf der <a title="Transport Canada Website" href="http://www.tc.gc.ca/eng/marinesafety/debs-obs-quick-quick_visitor-1610.htm" target="_blank">Webseite der Behörde</a> als Information für ausländische Yachten zu lesen. Wir bauen und basteln. Viel zu viel Stauraum geht für einen viel zu kleinen Tank verloren. Den Platz muss ich an anderer Stelle durch Einsparen wieder wettmachen. Aber ich bereue das nicht. Beim Start 2009 dachte ich, einen Tank gar nicht zu brauchen. Aber seit dem hatte ich immer wieder überlegt dieses Projekt anzugehen. Zu oft gab es Momente, in denen es schwer war den kleinen tragbaren Tank an Land zu entsorgen oder die Benutzung der Seetoilette entweder unangenehm oder mit der Androhung hoher Bußgelder verbunden war.</p>
<div id="attachment_2424" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://fotos.hinnerk-weiler.de/main.php/v/Mix/LMYC"><img class="size-medium wp-image-2424" title="Erste Regatten in LaSalle" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/20120516-225505--300x200.jpg" alt="Erste Regatten in LaSalle am Detroit River beginnt die Retgattasaison in der zweiten Maihälfte" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Erste Regatten in LaSalle (Link zur Bildergalerie)</p></div>
<p>Die letzten beiden Tage in LaSalle sind damit geschäftig. Im Club findet an diesem Wochenende das „Shakedown“ statt. Das Event, etwas kleiner als die Nordseewoche, aber nicht minder wichtig für die Crews hier. Aber die „Zitterpartie“ ist für mich ein zu großer bürokratischer Akt. Zollformalitäten können einem manchmal ein schönes Wochenende ruinieren. Die erste große Regatta führt die Mitglieder diverser Clubs in der Gegend nach Süden in den Lake Erie und an die Küste von Ohio in die USA. Ich werde in die andere Richtung abbiegen und nach Norden in einem Rutsch nach Sarnia an den Lake Erie fahren.</p>
<p>Inzwischen weht auch wieder der „Blaue Peter“ unter der Saling. LaSalle reiht sich damit in die wichtigen langen Stopps der Reise ein.  Bisher wehte er in Arnis an der Schlei, in Falmouth und auf den Azoren und seit dem gab es keinen Stopp mehr, der lange genug war, dass es sich gelohnt hätte.</p>

<a href='http://hinnerk-weiler.de/blog/2012/05/18/alltaglichkeiten/20120514-001626' title='Steef-Factory'><img width="150" height="150" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/20120514-001626--150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Das Stahlwerk südlich von Detroit war schon Kulisse für diverse Endzeit-Kinofilme (Foto: Hinnerk Weiler)" title="Steef-Factory" /></a>
<a href='http://hinnerk-weiler.de/blog/2012/05/18/alltaglichkeiten/20120514-003903' title='Deutsche Flagge auf dem Detroit River'><img width="150" height="150" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/20120514-003903--150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Paulinchen segelt durch die Great Lakes" title="Deutsche Flagge auf dem Detroit River" /></a>
<a href='http://hinnerk-weiler.de/blog/2012/05/18/alltaglichkeiten/20120513-204333' title='Paulinchen Detroit River'><img width="150" height="150" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/20120513-204333--150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Paulinchen auf dem Detroit River: Foto: Tim McWillians" title="Paulinchen Detroit River" /></a>
<a href='http://hinnerk-weiler.de/blog/2012/05/18/alltaglichkeiten/20120513-121911' title='Erstes Auslaufen in LaSalle'><img width="150" height="150" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/20120513-121911--150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Paulinchen verlässt den Clubhafen der LaSalle Mariners. Foto: Tim McWillians" title="Erstes Auslaufen in LaSalle" /></a>
<a href='http://hinnerk-weiler.de/blog/2012/05/18/alltaglichkeiten/20120513-214824' title='Aufgelaufen'><img width="150" height="150" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/20120513-214824--150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Paulinchen sitzt auf Grund vor South Port" title="Aufgelaufen" /></a>
<a href='http://hinnerk-weiler.de/blog/2012/05/18/alltaglichkeiten/20120511-193417' title='Abschied von guten Freunden'><img width="150" height="150" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/20120511-193417--150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Abschied in Amherstburg" title="Abschied von guten Freunden" /></a>
<a href='http://hinnerk-weiler.de/blog/2012/05/18/alltaglichkeiten/20120516-164129' title='Fäkalientank'><img width="150" height="150" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/20120516-164129--150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Kleiner Fäkalientank an Bord von Paulinchen" title="Fäkalientank" /></a>
<a href='http://hinnerk-weiler.de/blog/2012/05/18/alltaglichkeiten/20120516-225505' title='Erste Regatten in LaSalle'><img width="150" height="150" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/20120516-225505--150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Erste Regatten in LaSalle am Detroit River beginnt die Retgattasaison in der zweiten Maihälfte" title="Erste Regatten in LaSalle" /></a>
<a href='http://hinnerk-weiler.de/blog/2012/05/18/alltaglichkeiten/20120514-001418' title='Steel factory'><img width="150" height="150" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/20120514-001418--150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Das Stahlwerk südlich von Detroit war schon Kulisse für diverse Endzeit-Kinofilme (Foto: Hinnerk Weiler)" title="Steel factory" /></a>
<a href='http://hinnerk-weiler.de/blog/2012/05/18/alltaglichkeiten/general-motors-building-detroit' title='General Motors Building, Detroit'><img width="150" height="150" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/20120513-234728--150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="General Motors Building, Detroit" title="General Motors Building, Detroit" /></a>

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		<title>Sie schaukelt wieder</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 20:26:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[LaSalle Mariners]]></category>
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		<category><![CDATA[Regatta]]></category>

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		<description><![CDATA[Die letzten Tage in LaSalle. Nachdem der Motor wieder eingebaut und getestet ist, kann Paulinchen ihre Reise in den Great Lakes fortsetzen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2386" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/2012/05/10/sie-schaukelt-wieder"><img class="size-medium wp-image-2386 " title="Lunch Hour" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/20120510-182037--300x200.jpg" alt="Burger im LaSalle Mariners Yacht Club" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Lunch Hour in LaSalle</p></div>
<p>Die letzten Züge des Winters sind im Abmarsch. Ich sitze unterm Vordach im LaSalle Mariners Yacht Club. Neben mir das leise Rauschen des BBQ, vor mir „Burger-Utensilien“: Lunch Hour. In dieser Zeit zieht jeden Tag der Geruch von Würstchen, Burger, oder Steak landeinwärts an Paulinchen vorbei. Sie schaukelt wieder, scheint etwas gelangweilt nach dem Winter an Land auf neue Abenteuer zu warten und zuckelt hin und wieder an ihren dicken Festmachern. „Some serious lines“ sind das, wie ich hier immer mal gesagt bekomme. Festmacher sind in dieser Gegend dünn dimensioniert. Ein Viertel meiner dicken Liros-Handy-Elastic Leinen ist eher die Norm. – Bei durchaus größeren Boote</p>
<p>Aber bei mir ist einiges anders. John hatte kurz nach meiner Ankunft im vergangenen Jahr einen Freund gebeten, mich auf dem Weg zum Club von der Werft abzuholen. „Wie erkenne ich sein Boot?“ hatte der gefragt und zur Antwort bekommen: „Du wirst es schon erkennen&#8230;“ Mehr Leinen im Mast, zwei „serious“ dimensionierte Anker auf dem Vorschiff, allerlei Zeugs und Kram an Deck. Er hatte recht. Auch ohne deutsche Flagge fiel Paulinchen aus dem Rahmen, war auffällig. <span id="more-2383"></span></p>
<div id="attachment_2385" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/20120510-183327-.jpg" rel="lightbox[2383]"><img class="size-medium wp-image-2385" title="Ratso" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/20120510-183327--300x200.jpg" alt="SY RATSO Photo: Hinnerk Weiler" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Die RATSO ist eines der Wenigen Boote hier, das in seinem Leben Salzwasser gesehen hat</p></div>
<p>Einige Liegeplätze weiter, liegt hier im Club noch ein auffälliges Schiff. Es gehört Dave und scheint irgendwie ebenso wie Paulinchen nicht hier herzugehören. Wer den Namen „Ratso“ verkehrt herum ließt, erahnt den letzten Teil seiner Geschichte. Das OSTAR Race: führt von Plymouth in England nach Newport in die USA. &#8211; Einhand gegen Wind und Strom, etwa dort entlang, wo die Titanic vor 100 Jahren gesunken ist. Die Ratso ist gemacht, um solche Rennen zu fahren. Ihre Ersten gingen gleich um die Welt. Mastbruch vor Südamerika inklusive. „Nicht ganz unverschuldet“. Um überhaupt Teilnehmen zu können, erklärt Dave, musste ihr damaliger Besitzer das Boot etwas kürzer machen und das Vorstag zwischen zwei Schotten montieren. Das Problem hat Dave, der Fahrtensegeln nicht viel abgewinnen kann, und darum auf Regatten um die Welt gesegelt ist, mit einem Rohr und einer Menge Epoxy gelöst.</p>
<div id="attachment_2384" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/20120510-183406-.jpg" rel="lightbox[2383]"><img class="size-medium wp-image-2384" title="Ratso" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/20120510-183406--300x200.jpg" alt="SY - Ratso" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Passt das Rennen nicht zum Boot, wird der Rumpf einfach verkürzt.</p></div>
<p>Im vergangenen Jahr hat die Ratso eine feste Sprayhood bekommen. Sie zu bauen hat ihn einen Winter lang beschäftigt. Zwei Lagen GFK, ein Schaumkern, wieder zwei Lagen GFK. Ich denke an das blaue Tuch über meiner, das sich langsam mehr und mehr auflöst. Sie zu ersetzen stand eigentlich auf meiner „Große Sachen“ Liste gleich unter neuen Oberwanten. Beides hat einen Sprung nach hinten gemacht, als die Rechnung für den Motor kam. Am Ende gehen mit Kleinteilen und allem etwas mehr als 5.000 Dollar in die Reparatur. „We safe you some money! You do the work, I only check it“. Versuchte Werftmechaniker José die Stimmung etwas aufzuheitern. Und zwei Tage lang verbrachte ich mit einer Fühlerlehre zwischen Motor- und Wellenkupplung. Etwas runter, etwas hoch, etwas rechts&#8230; José schaute hin und wieder mitleidig in vom Steg herunter: „When you are ready, you are a master“, doch dann waren er und ich zufrieden mit meiner Arbeit. „To me it sounds like going to North Chanel“ ruft jemand von nebenan, als der Motor zum ersten Mal wieder läuft. Der Yanmar klingt etwas „nagelnder“ als vorher, aber der zweistündige Probelauf auf dem Fluss lässt es erscheinen, als würde das Boot unter Motor sogar weniger vibrieren, als in den vergangenen Jahren.</p>
<div id="attachment_2388" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/20120510-183256-.jpg" rel="lightbox[2383]"><img class=" wp-image-2388 " title="Paulinchen in LaSalle" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/20120510-183256-.jpg" alt="SY Paulinchen im LaSalle Mariners Yacht Club" width="600" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">SY Paulinchen im LaSalle Mariners Yacht Club</p></div>
<p>Die letzten Tage in LaSalle verbringe ich im Club. Kein Stress, alles in Ruhe einrichten. Gestern wurde der Vorrat an Lebensmitteln wieder aufgefüllt und so langsam komme ich wieder im Fahrtenseglerleben an. &#8220;Sounds like North Channel&#8221; &#8211; Im dritten Anlauf!</p>
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		<title>Zurück in Kanada</title>
		<link>http://hinnerk-weiler.de/blog/2012/04/24/zuruck-in-kanada</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 22:03:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[fliegen]]></category>
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		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[segeln-Artikel]]></category>

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		<description><![CDATA[Kalt ist es hier&#8230; Dabei nennen es die Kanadier „unusual warm for the season“. Ungewöhnlich Warm bedeutet hier, dass das Thermometer nachts auf Gefrierpunktnähe fällt und tagsüber fegen bis zu 40 Knoten Wind über die Marina. Kein Wetter, um ein Boot ins Wasser zu lassen und auch nicht wirklich traumhaft, um an Bord zu wohnen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2361" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/20120421-130241-.jpg" rel="lightbox[2353]"><img class=" wp-image-2361 " title="Thermometer" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/20120421-130241--300x200.jpg" alt="Drei Grad im Kanadischen LaSalle. Foto: Hinnerk Weiler" width="240" height="160" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Nachts fällt das Thermometer in Gefrierpunktnähe&quot;</p></div>
<p>Kalt ist es hier&#8230; Dabei nennen es die Kanadier „unusual warm for the season“. Ungewöhnlich Warm bedeutet hier, dass das Thermometer nachts auf Gefrierpunktnähe fällt und tagsüber fegen bis zu 40 Knoten Wind über die Marina. Kein Wetter, um ein Boot ins Wasser zu lassen und auch nicht wirklich traumhaft, um an Bord zu wohnen.</p>
<p>Der Heizlüfter arbeitet rund um die Uhr und die ersten Tage in Kanada gingen schnell mit Einräumen und Aufklaren vorüber. Der Motor steht generalüberholt in der Halle und ich hoffe, Ende der Woche kann der Einbau losgehen.</p>
<p>Der Weg von der Schweiz nach LaSalle bestand vor allem aus langweiligen Stunden hoch über dem Atlantik, in Flughäfen und Bussen. Jederzeit würde ich denen die zwei Jahre an Bord vorziehen, die ich per Boot hier her benötigte. Beim Abflug in Zürich stand die Sonne gerade über Dubai und bis New York hatte sie uns mit Leichtigkeit überholt. Abflug um 10 Uhr, Ankunft um 14 Uhr. Dazwischen liegen neun Stunden. Zeitreisen im einundzwanzigsten Jahrhundert &#8230;<span id="more-2353"></span></p>
<div id="attachment_2355" class="wp-caption alignright" style="width: 246px"><a href="http://www.segeln-magazin.de/mai-ausgabe-2012/3300"><img class="size-medium wp-image-2355" title="Segeln magazin Titel Ausgabe Mai 2012" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/titel_5_2012-236x300.jpg" alt="Segeln Magazin Titel Ausgabe Mai 2012 www.segelnmagazin.de" width="236" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Segeln Ausgabe Mai 2012</p></div>
<p>Kostenloses Internet gibt es in Terminal Acht des John F. Kennedy Airports für 20 Minuten. Um zu surfen, muss man sich nur einen Werbespot ansehen. Wer länger online bleiben möchte, kann einen Vertrag abschließen. Einen Monat lang steht damit Internet an vielen Flughäfen der USA und angeblich auch an über 2000 weiteren Orten der Welt zur Verfügung. Ich erinnere mich, dass es so etwas in Deutschen Yachthäfen auch hin und wieder gab. Für Dauergäste mag so ein Angebot sinnvoll sein. Vielleicht auch für jemanden, der seinen Urlaub auf einem Flughafen verbringt. Welchen Nutzen versprechen aber die Betreiber dieser Dienste einem Reisenden, egal ob per Flieger oder Boot? Der nächste Flughafen oder die nächste Marina wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dasselbe Angebot von einem anderen Anbieter haben. Meine 20 Minuten genügen, um die frisch erschienene Ausgabe der neuen segeln herunterzuladen. Auf dem Titelfoto stehe ich an der Pinne einer 20 Fuß Jeanneau und versuche den Genacker im leichten Wind für das Foto ordentlich zum Stehen zu bekommen. Daneben steht „So teuer sind Europas Häfen“ beim virtuellen Durchblättern merke ich, dass ich die Ostküste der USA inzwischen beinahe besser kenne, als meine „Heimatreviere“.</p>
<p>Ich hatte mich auf meinen „Bummel“-Trip aber nicht gefreut, um an Flughäfen in Facebook oder Magazinen zu blättern. Viel mehr war es die Chance, einen Blick auf Details werfen zu können, an denen man oft achtlos vorbeihetzt, wenn der nächste Flieger schon bei der Landung zum Boarding bereit ist.</p>
<p>An Scotty zum Beispiel. Ich weiß nicht, wie er wirklich heißt, aber er ist stämmig, mit leicht gekraustem dünnem Haar und ich habe ihn vor meinem geistigen Auge einfach „Scotty“ getauft. Auf seiner blauen Uniform prangte ein kreisrunder Aufnäher auf der Brust. Ein stilisierter Adler, der Schaufel und Besen in den Krallen trägt. Kein Zweifel, ich bin wieder in Nordamerika. Scotty gehört zum „Fascility stuff“. Unter seinem Arm klemmte eine Rolle technischer Zeichnungen. Hin und wieder, unverständliche Dinge murmelnd, knallte er dieses Bündel auf einen der Tresen, blätterte darin umher und ging dann zu einem Ventilationsschacht, um ein Taschentuch vor die Öffnung zu halten. Er lächelte, wenn es zu flattern begann.</p>
<p>Das Bummeln lässt Zeit für Gespräche. Von einer Zahnärztin aus Puerto Rico erfahre ich, wie schwer das Leben in der Karibik ist. Kriminalität, Wirtschaft &#8230; viel zu lachen gibt es nicht. Traumhaft soll es dennoch sein und auf meinem Weg nach Süden soll ich unbediengt vorbei kommen. Wir tauschen E-Mailadressen, dann wird ihr Flug aufgerufen und ich bleibe im Wartesaal allein zurück.</p>
<div id="attachment_2360" class="wp-caption alignleft" style="width: 268px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/20120424-170243-.jpg" rel="lightbox[2353]"><img class="size-medium wp-image-2360" title="Hinnerk Weiler" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/20120424-170243--258x300.jpg" alt="Wieder im Kanadischen LaSalle, nach einem halben Jahr zurück an Bord von Paulinchen. Foto: Hinnerk Weiler" width="258" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Zurück an Bord</p></div>
<p>Irgendwann aber wird auch bummeln anstrengend. In großem Maßstab hatte ich das im vergangenen Sommer erlebt. Zu langes Warten, wie in Annapolis zerrt an den Nerven. Egal, ob Wochen in einer Ankerbucht oder ein halber Tag in einer Wartehalle.</p>
<p>Der Toronto-Flughafen bereitete sich auf das nächtliche Flugverbot vor. In der Wartehalle im Ankunftsbereich bestimmen Staubsauger das Bild. Jeder hetzt hinaus, um ein Taxi oder einen der letzten Busse Richtung Innenstadt zu erreichen. Für mich beginnen einige Stunden schlaf. Mit dem Kopf auf meinem Rucksack und einem Arm um den Trolley. Anderthalb Stunden nach Mitternacht genügen sogar meine wenigen Überbleibsel aus dem Spanischunterricht noch, um bei der Verhandlung zwischen einem Mexikaner und dem Busfahrer die helfenden Stichworte einstreuen zu können.</p>
<p>Im Dunkel der Nacht durchqueren wir den Bundesstaat Ontario. Ich sitze in der vordersten Reihe mit freiem Blick auf den Highway. Von Kanada sehe ich nur den Asphalt im Kegel der Lichter, dann fallen meine Augen zu.</p>
<p>Gegen Morgen wird es hell, die Landschaft ist flach, zersiedelt von flachen Häusern. Der Mexikaner steigt wie verabredet an einem Rastplatz aus. Ein Pick-up wartet hier auf ihn. In den kommenden Wochen wird er irgendwo in einem Gewächshaus beim Gemüsepflücken mehr Geld verdienen, als in einem halben Jahr in seiner Heimat.</p>
<div id="attachment_2362" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/20120419-015523-.jpg" rel="lightbox[2353]"><img class="size-medium wp-image-2362" title="Welcome Bonfire" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/20120419-015523--200x300.jpg" alt="Lagerfeuer am Detroit River in Amherstburgh, Ontario, Kanada. Foto: Hinnerk Weiler " width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Abends gibt es Lagerfeuer und Hamburgergrillen am Fluss zum Willkommen</p></div>
<p>Das ist hier nichts ungewöhnliches und die Amerikanische Landwirtschaft ist auf die billigen Arbeitskräfte aus dem Süden angewiesen. „Alles legal“, versichert mein Sitznachbar. Die Mexikaner bekommen mit etwa elf Dollar pro Stunde den gesetzlichen Mindestlohn. Davon gehen dann allerdings die Kosten für Unterkunft und Verpflegung ab. Für das, was ihnen am Ende bleibt, würde sich kaum ein Kanadier zwölf Stunden am Tag an die Arbeit machen.</p>
<p>Der Bus erreicht Windsor. Christine ist extra meinetwegen früh aufgestanden. Um halb sieben steht sie in der Lobby des Hotels, das dem Bus als Zwischenstopp dient. Es geht kaum klassischer: Wir stoppen bei Tim Horton‘s und trinken einen Kaffee, frühstücken einen Bagel, dann setzt sie mich bei Rob und Katie vor der Tür ab. Zeit zu Schlafen.</p>
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		<title>Nordwest Passage&#8230; sicher?</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 14:42:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Amerika]]></category>
		<category><![CDATA[Annapolis]]></category>
		<category><![CDATA[kap hoorn]]></category>
		<category><![CDATA[matt rutherford]]></category>
		<category><![CDATA[nordwest passage]]></category>
		<category><![CDATA[rekordsegeln]]></category>

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		<description><![CDATA[Matt Rutherford segelte als erster Mensch in einem non-stop Törn durch die Nordwestpassage und um Kap Hoorn. 27.077 Seemeilen in 309 Tagen auf einer 27 Fuß Albin Vega.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2345" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/2012/04/20/nordwest-passage-sicher"><img class=" wp-image-2345 " title="Matt Rutherford" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/20120417-124631--300x200.jpg" alt="Matt Rutherford segelt non-stop um Nord- und Südamerika. Foto: Mark Duehmig" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Matt Rutherford segelt non-stop um Nord- und Südamerika. Foto: Mark Duehmig</p></div>
<p>Matt ist kein auffälliger Typ. Eher so die Sorte ruhig und gemütlich. Vor knapp einem Jahr ging er mit seinem Dingi im Spa Creek vor Annapolis bei Paulinchen längsseits. Ein Plausch über die Bordkannte, wie er öfter vorkommt. Meist geht es um Wetter, Boote, Ankerplätze. – Cruiser Small Talk. Immer dabei: „woher“ und „wohin“. Ganz beiläufig erzählte er, dass etwas weiter hinten in dem Seitenarm der Chesapeake Bay sein Boot liegt. Das, so erfuhr ich, wollte der 30-jährige in einigen Monaten durch die Nordwest-Passage segeln.</p>
<p>Ich muss zugeben, dass ich etwas zurückhaltend reagierte. Auf meiner Reise hatte ich schon andere getroffen, die Kurs auf dieses Revier genommen hatten und auch solche, die umkehrten. In Halifax lag beispielsweise im Sommer 2010 eine Yacht aus Irland neben mir. Wobei Yacht gar nicht so die richtige Wortwahl war: Ihr Aluminiumboot glich einer Festung. Alles war doppelt verstärkt, recht kleine Fenster, dafür ragten aus dem Deck zwei Schorsteine für die Heizung. Ein Selbstbau, als Expeditionsschiff, eigens für diesen Törn entworfen und gebaut. Die Typen dazu trugen dicke Wollpullover und hatten lange Bärte und wuschelige Haare. Einen Bart hatte Matt damals auch, dazu einen gepflegten kurzhaarschnitt. Das Schiff auf das er aber zeigte, war eine  Albin Vega. Das paste nicht in mein Bild und vielleicht hat er das gespürt und deshalb nicht viel von den weiteren Plänen seiner Reise erzählt. Wir plauderten über den Atlantik, über die Karibik über das Wetter&#8230;<span id="more-2341"></span></p>
<p>Gestern, knapp ein Jahr später ist Matt wieder zuhause angekommen. Sein aktueller Blogbreitrag ist kurz und knapp betietelt. &#8220;Success&#8221; steht dort zu lesen. Er hat mit seinem knapp über acht Meter langen Boot einen Rekord aufgestellt: Als erster Mensch ist er um &#8220;beide&#8221; Amerikas gesegelt. Von Annapolis am Atlantik durch die Nordwest-Passage im Norden um Nordamerika herum in den Pazifik und ums Kap Hoorn an der Südspitze Südamerikans zurück. 27.077 Seemeilen in 309 Tagen, 18 Stunden und 38 Minuten. Nonstop und Einhand. – Mir bleibt nur aus der ferne zu „Gratulieren“ und in Anerkennung nachträglich meinen virtuellen Hut zu heben. Seine Reise hat er unter <a title="Matt Rutherford segelt &quot;around the america's&quot;: www.solotheamericas.org" href="http://www.solotheamericas.org" target="_blank">www.solotheamericas.org</a> dokumentiert.</p>
<div id="attachment_2346" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/20120417-114217-.jpg" rel="lightbox[2341]"><img class=" wp-image-2346 " title="Matt Rutherfords Albin Vega" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/20120417-114217-.jpg" alt="Matt Rutherford segelt non-stop um Nord- und Südamerika. Foto: Mark Duehmig" width="600" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Matt Rutherford segelt non-stop um Nord- und Südamerika. Foto: Mark Duehmig</p></div>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Koffer packen für Kanada</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Apr 2012 16:03:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Auswintern]]></category>
		<category><![CDATA[LaSalle]]></category>
		<category><![CDATA[ToDo]]></category>

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		<description><![CDATA[Letzter Tag vor dem Flug nach Kanada. Zeit, einen Blick auf To-Do liste für Kanada zu werfen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2336" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/2012/04/16/koffer-packen-fur-kanada"><img class="size-medium wp-image-2336 " title="Parken in LaSalle" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/20111007-132330--300x168.jpg" alt="Paulinchen in LaSalle, Ontario, Kanada beim einparken. Foto: Hinnerk Weiler" width="300" height="168" /></a><p class="wp-caption-text">Ein halbes Jahr ist seit dem &quot;einparken&quot; vergangen...</p></div>
<p>19,6kg bringt der Koffer auf die Waage. Rollentausch. Auf dem Weg aus Kanada in die Schweiz war er etwas schwerer und ich dafür etwas leichter als heute. Letzteres wird sich an Bord sicher schnell ändern. Frische Luft und viel Bewegung sind erfahrungsgemäß ein guter Garant, Winterspeck schnell los zu werden.</p>
<p>Weitgehend unverändert über den Winter gebliebene ist eine kleine, handschriftliche Liste geblieben „To-Do Frühling“ steht darauf und ich habe sie kurz vor dem Abflug im vergangenen Herbst geschrieben:<span id="more-2335"></span></p>
<ul>
<li>Motor installieren</li>
<li>V-Koje &#8211; Neues Ploster</li>
<li>Trennwand im Vorschiff ziehen</li>
<li>Kleine Leckagen: S-Fock Beschlag und BB-Pütting</li>
<li>Solarlüfter für Vorschiffbereich montieren</li>
<li>Fäk.-Tank</li>
<li>Watermaker wieder einbauen</li>
<li>Wanten erneuern</li>
<li>Einbruchschutz Vorschiffsluk</li>
<li>Einbruchschutz Schiebeluk und Steckschotten</li>
<li>Licht WC/Vorschiff</li>
</ul>
<p>Abgesehen von Punkt eins klingt das nach einem entspannten Saisonstart&#8230;</p>
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		<title>Aufwachen!</title>
		<link>http://hinnerk-weiler.de/blog/2012/03/15/aufwachen</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Mar 2012 10:16:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisevorbereitungen]]></category>
		<category><![CDATA[Busfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Reisephilosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwischenstopps, Umsteigen, Warten... In Zeiten des Pauschalreisens ist das Reisen selbst zum Störfaktor geworden. Das Reisen selbst, kann aber auch 2012 noch Abenteuer sein. Man muss es nur lassen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2321" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/2012/03/15/aufwachen"><img class="size-medium wp-image-2321 " title="Paulinchen-LaSalle" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/64714_1993859183904_1766187794_1035660_1965156108_n-300x187.jpg" alt="Paulinchen wartet in LaSalle, Ontario, Kanada auf den Saisonstart" width="300" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Paulinchen wartet auf den Saisonstart (Foto: Ben Bright)</p></div>
<p><strong>Zeit, den Zeichen in ihre untrügerisch leuchtenden Augen zu schauen: Für das Wochenende sind in Zürich über zwanzig Grad angesagt, statt eiskalter Finsternis lacht jeden Morgen die Sonne durchs Fenster und draußen sitzt die erste Mücke an der Scheibe. Spaziergänge finden wahlweise in Jacke ODER Pullover statt. – Es wird Frühling.</strong></p>
<p>Ganz wohl ist mir dabei nicht. Einerseits kommt der Frühling – das kennt jeder Bootseigner – überraschend schnell und es sind noch unendlich viele Dinge zu erledigen, bevor es zurück an Bord geht. Andererseits verplempert man wertvolle Wochen, wenn man den Saisonstart zu spät ins Jahr vertagt.<span id="more-2315"></span></p>
<div id="attachment_2317" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/20120110-202237-.jpg" rel="lightbox[2315]"><img class="size-medium wp-image-2317" title="Flugzeuge über dem Zürichsee" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/20120110-202237--300x200.jpg" alt="Flugzeuge über dem Zürichsee. Foto: Hinnerk Weiler" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Flugzeuge über dem Zürichsee</p></div>
<p>Ein limitierender Faktor, also ein mehr oder minder frei gewählter Zeitpunkt muss her, damit die Saison beginnen kann. Der ist natürlich leicht gefunden, wenn man sein Boot einige tausend Meilen von zuhause entfernt hat. Ferienkalender bestimmen die Anreise. Denn kostet ein Flug nach Toronto oder Detroit während der Osterferienzeit 2.000 Euro, sind es eine Woche später nur noch 1.000. Wer knapp bei Kasse ist, wählt zudem die Ochsentour. Die ist für die Hälfte zu bekommen und beinhaltet sechs Stunden Aufenthalt im wundervoll dekorierten Terminal 8 des New Yorker Flughafens JFK. Mit seinem funktionellen Charme der mittleren achtziger Jahre der ideale Ort, um sich an alte Filme aus meiner Kindheit zu erinnern. Dann ein kurzer Hops und drei Stunden Warten in Toronto, bevor um halb zwei Uhr morgens der Bus nach Windsor seine vierstündige Reise quer durch Ontario beginnt. Erzähle ich davon höre ich häufig einen Kommentar in der Art: „Ach wie blöd?“. Ich antworte dann meist: „Eigentlich nicht! Am meisten freue ich mich auf die Busfahrt. Ein Klassiker nach Hollywoodmanier: <em>Ein Reisender, der früh morgens irgendwo mit einem Bus ankommt und sein Abenteuer beginnt.</em>“</p>
<div id="attachment_2316" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/20110702-181944-.jpg" rel="lightbox[2315]"><img class="size-medium wp-image-2316" title="Wartebreich New York JFK Terminal 8" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/20110702-181944--300x200.jpg" alt="Wartebereich am New Yorker Flughafen" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Wartebereich am NEw Yorker Flughafen</p></div>
<p>In den Siebzigern waren das häufig Flughafenszenen. Damals war Busfahren eben normal und das Fliegen etwas Besonderes. Inzwischen sind Flughäfen in unserem Leben aber fast zum Alltäglichen geworden. Man steigt im Winter in Hamburg, Berlin oder München in einen Flieger und stolpert irgendwo acht Stunden später unter Palmen wieder heraus. Das Reisen selbst ist im perfekt organisierten Kosmos der Pauschalbuchung kein Bestandteil der Reise mehr. Der Sitznachbar ist kein Gefährte im Abenteuer, sondern schlimmstenfalls ein nach zehn Stunden Flug nicht mehr ganz frisch riechender Gegenstand, der von höherer Gewalt neben einen gepflanzt wurde.</p>
<p>Ein Beispiel: Das vorletzte Weihnachtsfest ist vermutlich vielen in Erinnerung geblieben, die am Londoner Flughafen festsaßen und im Kreise wildfremder, statt in der Familie Heiligabend verbrachten. Ich lauschte den Geschehnissen damals im knisternden Kurzwellenradio am Ankerplatz vor Staniel Cay, irgendwo in den Bahamas. Vielleicht verschob diese Atmosphäre mein Bild etwas ins Romantische, aber damals war sicher der Eine oder Andere zwischen den Fluggästen, der mit leuchtenden Augen ein Abenteuer erlebte. Inzwischen ist der Ärger sicher bei fast allen Betroffenen verflogen. Der Stopover ist im Nachhinein zu einem Erlebnis mutiert, von dem sie noch ihren Enkeln erzählen. Und das Jahr davor? Oder danach? Der Flug zu den Lieben daheim von Barcelona über Heathrow nach Stockholm war doch kaum mehr, als eine lange Busfahrt.</p>
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		<title>Rund Ostsee im Segelradio</title>
		<link>http://hinnerk-weiler.de/blog/2012/03/09/bastian-hauck-im-segelradio</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Mar 2012 10:10:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Segelradio]]></category>
		<category><![CDATA[Bastian Hauck]]></category>
		<category><![CDATA[Langfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Rund Ostsee]]></category>
		<category><![CDATA[segelradio]]></category>
		<category><![CDATA[Tadorna]]></category>

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		<description><![CDATA[Einhandsegler Bastian Hauck umrundete 2008 und 2009 in seinem Folkeboot Tadorna die Ostsee. Jeweils fünf Monate stach er von Berlin aus in See und segelte bis St. Petersburg und Haparanda. Über die Reise und den inneren weg vom Arbeitnehmer zum Langfahrtsegler spricht er im Podcast Segelradio mit Hinnerk Weiler.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2326" class="wp-caption alignright" style="width: 190px"><a href="http://www.segelradio.de"><img class=" wp-image-2326 " title="Segelradio Logo" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/Segelradio-Logo_1x1-300x300.jpg" alt="Podcast Segelradio (www.segelradio.de)" width="180" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Podcast Segelradio (www.segelradio.de)</p></div>
<p>Nachdem Einhandsegler Bastian Hauck im Anschluss an den  <a title="Rund-Ostseestammtisch Webseite" href="http://www.ostseestammtisch.de" target="_blank">Rund-Ostseestammtisch</a> in Bremen schon einige Tipps zur Ostsee-FAQ in der aktuellen Ausgabe der <strong><em>segeln</em></strong> beisteuerte, habe ich ihn kurzerhand noch für ein längeres Gespräch verhaftet:</p>
<p>Die aktuelle Folge des Segelradios dreht sich also um &#8220;heimische&#8221; Gewässer. Und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Denn Bastian ist in den Sommern 2008 und 2009 mit seinem Folkeboot <em>Tadorna</em> in jeweils rund fünf Monaten um die gesamte Ostsee gesegelt. Neben seinen Erlebnissen zwischen Berlin und Haparanda bricht er im Interview eine Lanze für den Besuch in den russischen Ostseehäfen Kaliningrad und St. Petersburg, die von Seglern auf dieser Route eher selten angelaufen werden. Außerdem erzählt er von seinem ganz persönlichen Weg vom Arbeitnehmer mit einer Pirat-Jolle an den Berliner Seen zum Langfahrtsegler. Und wer jetzt noch wissen will, warum unter dem Mast von Tadorna auch in Zukunft immer einen Glückspfennig unterm Mast liegt, der muss einfach nur in die aktuelle Folge auf <a title="Ausgabe 003 des Segelradios: Mit Bastian Hauck um die Ostsee" href="http://www.segelradio.de/2012/03/srde003-mit-tadorna-raus-ins-blaue-bastian-hauck/" target="_blank">www.segelradio.de</a> reinhören.</p>
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		<title>Eiskalt die Zweite – Im Winter am Nordkap</title>
		<link>http://hinnerk-weiler.de/blog/2012/02/07/eiskalt-die-zweite-im-winter-am-nordkap</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 13:26:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zwischennotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Alta]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Langfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Norweden]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[segelradio]]></category>
		<category><![CDATA[Winter]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit ihrer Segelyacht La Belle Epoque überwintern Claudia und Jürgen Kirchberger am Nordkap. Für den Podcast Segelradio sprachen sie mit Hinnerk Weiler über sonnenlose Wochen und Ankern bei zwölf Grad unter Null. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2273" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://www.segelradio.de"><img class="wp-image-2273 " title="LaBelleEpoque_in_Alta-SRDE002" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/02/LaBelleEpoque_in_Alta-SRDE002-300x224.jpg" alt="La Belle Epoque in Alta am Nordkap. Foto: www.fortgeblasen.at" width="240" height="179" /></a><p class="wp-caption-text">La Belle Epoque in Alta am Nordkap. Foto: Kirchberger/www.fortgeblasen.at</p></div>
<p><em>Verkehrte Welt im Segelradio</em>: Gestern hatte ich Gelegenheit, den wohl vorerst nördlichsten Podcast mit der Crew der „La Belle Epoque“ aufzuzeichnen. Bis dahin hatte mir jedenfalls noch nie jemand erzählt, im Frühling Richtung Süden (!) zu den Lofoten segeln zu wollen. Aber bisher kannte ich auch noch niemanden, der in Alta, etwas unterhalb des Nordkaps an Bord eines Segelbootes überwintert.</p>
<p>Wie man dorthin kommt, bei Temperaturen um -30 Grad das Leben genießt und  was man gen ganzen Tag lang macht, wenn nicht einmal die Sonne scheint, erzählen mir Claudia und Jürgen Kirchberger in der aktuellen Folge des Segelradios.</p>
<p><a title="Segelradio Folge Zwei" href="http://www.segelradio.de/2012/02/fortgeblasen/">Hier geht es zur aktuellen Sendung.</a></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Fliegendes Eis</title>
		<link>http://hinnerk-weiler.de/blog/2012/02/06/fliegendes-eis</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 10:45:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zwischennotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Eis]]></category>
		<category><![CDATA[Genf]]></category>
		<category><![CDATA[Schnee]]></category>
		<category><![CDATA[Sturm]]></category>
		<category><![CDATA[Winter]]></category>

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		<description><![CDATA[Sturm am Genfer See. Gischt und Temperaturen weit unter Null formen bizarr schöne, aber gefährliche Skulpturen entlang des Hafens.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2266" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/2012/02/06/fliegendes-eis"><img class="size-medium wp-image-2266 " title="Eis am Genfer See" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/02/20120204-135210-2-300x183.jpg" alt="Eisbildung durch Gischt im Sturm am Genfer See. Foto: Hinnerk Weiler" width="300" height="183" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Fliegendes Eis&quot; am Genfer See</p></div>
<p>Vor einigen Jahren hatte ich aus den Erfahrungen eines Winters im Hamburger Hafen für segeln über die Suche nach einer guten Marina zum Überwintern geschrieben. Wie riskant ein Platz direkt hinter den Wellenbrechern ist, habe ich damals nur am Rande erwähnt. Das &#8220;fliegendes Eis&#8221; zwar bizarr schöne, aber auch gefährliche Skulpturen aus Eis formen kann, zeigen einige der Bilder von einem Spaziergang am Genfer See bei auflandigem Wind in Sturmstärke :<span id="more-2256"></span></p>

<a href='http://hinnerk-weiler.de/blog/2012/02/06/fliegendes-eis/eis-am-genfer-see-4' title='Eis am Genfer See'><img width="150" height="150" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/02/20120204-135210-1-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Eis am Genfer See" title="Eis am Genfer See" /></a>
<a href='http://hinnerk-weiler.de/blog/2012/02/06/fliegendes-eis/eis-am-genfer-see-5' title='Eis am Genfer See'><img width="150" height="150" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/02/20120204-135324-1-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Eis am Genfer See" title="Eis am Genfer See" /></a>
<a href='http://hinnerk-weiler.de/blog/2012/02/06/fliegendes-eis/eis-am-genfer-see-6' title='Eis am Genfer See'><img width="150" height="150" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/02/20120204-135619-1-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Eis am Genfer See" title="Eis am Genfer See" /></a>
<a href='http://hinnerk-weiler.de/blog/2012/02/06/fliegendes-eis/eis-am-genfer-see-7' title='Eis am Genfer See'><img width="150" height="150" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/02/20120204-135945--150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Eis am Genfer See" title="Eis am Genfer See" /></a>
<a href='http://hinnerk-weiler.de/blog/2012/02/06/fliegendes-eis/eis-am-genfer-see-8' title='Eis am Genfer See'><img width="150" height="150" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/02/20120204-140055-2--150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Eis am Genfer See" title="Eis am Genfer See" /></a>
<a href='http://hinnerk-weiler.de/blog/2012/02/06/fliegendes-eis/eis-am-genfer-see-9' title='Eis am Genfer See'><img width="150" height="150" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/02/20120204-140118--150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Eis am Genfer See" title="Eis am Genfer See" /></a>
<a href='http://hinnerk-weiler.de/blog/2012/02/06/fliegendes-eis/eis-am-genfer-see-10' title='Eis am Genfer See'><img width="150" height="150" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/02/20120204-140147--150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Eis am Genfer See" title="Eis am Genfer See" /></a>
<a href='http://hinnerk-weiler.de/blog/2012/02/06/fliegendes-eis/eis-am-genfer-see-11' title='Eis am Genfer See'><img width="150" height="150" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/02/20120204-135210-2-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Eisbildung durch Gischt im Sturm am Genfer See. Foto: Hinnerk Weiler" title="Eis am Genfer See" /></a>

<p>&nbsp;</p>
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		<title>Experten der Woche</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 19:21:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zwischennotizen]]></category>
		<category><![CDATA[boatfit]]></category>
		<category><![CDATA[vortäge]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieder auf der boatfit in Bremen: Die Langfahrtexperten Hinnerk Weiler und Bastian Hauck beantworten vom 6. bis 10. Febraur als Experten der Woche auf der boatfit - Facebookseite Fragen rund ums Einhandsegeln mit kleinem Boot.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2248" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/02/20100929-143922-.jpg" rel="lightbox[2246]"><img class="size-medium wp-image-2248" title="Ankern Hudson Valley" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/02/20100929-143922--300x200.jpg" alt="Vor Anker im Hudson, nahe Peekskill, New York, USA" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Ankern, Packen, Reisen, Segeln. - vom 6. bis 10. Februar beantworten wir alle Fragen rund ums Segeln mit kleinem Boot und kleiner Crew auf langen Reisen</p></div>
<p><strong>Messe vorbei &#8211; vorbereiten zur Messe.</strong> Die kommenden Wochen stehen ganz im Zeichen der Vortragsvorbereitung. Nach einigen Auflagen meines Reisevortrags zum Törn in diesem Winter geht es jetzt an die Recherchen zum Thema Bootsdesign und Einhandsegeln für die <a title="Vorträge" href="http://hinnerk-weiler.de/blog/vortrag" target="_blank">Fachvorträge </a>auf der Bremer Messe boatfit.</p>
<p>Zum ersten Mal war ich auf der noch jungen Refit-Messe vor fünf oder sechs Jahren. Damals in Begleitung der „Sumpfkuh“. Mein Schiff ist inzwischen etwas größer und meine Reisen sind nach dem Göta-Kanal Törn 2005 und den Niederlanden in 2006 auch etwas länger geworden. Umso mehr freue ich mich, am letzten Februarwochenende wieder in Bremen zu sein.</p>
<p>Nebenbei ludt mich das Veranstalter-Team zusammen mit <a title="Bastians Webseite" href="http://www.tadorna.de" target="_blank">Bastian Hauck</a> als <em>Experten der Woche</em> rund ums Einhandsegeln, kleine Boote und Leben an Bord ein. Also: Antworten auf Fragen, die ihr schon immer stellen wolltet, gibt es ab Montag auf der Facebook-Seite der Refit-Messe unter <a title="Facebook-Seite der Messe boatfit" href="http://www.facebook.de/boatfit" target="_blank">www.facebook.de/boatfit</a>.</p>
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		<title>Klar zur Messe</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 10:15:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zwischennotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Flattr]]></category>
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		<category><![CDATA[Messe boot]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
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		<category><![CDATA[WRINT]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Himmel über Zürich ist wieder klar. Seit Weihnachten waren die lichten Tage über den Schweizer Seen eher selten, die fernen Höhenzüge der Alpen hinter einer dichten Suppe aus Grau verborgen. Ein Grau, das die Stimmung drückt und wie ein Ticket für eine Reise im Geiste zu den Palmen des vergangenen Winters in den Bahamas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2236" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-2236" title="Zürichsee mit Schnee" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/20111218-044521--300x200.jpg" alt="Schnee über dem Zürichsee in der Schweiz" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Wolkenverhangener Blick über den Zürichsee</p></div>
<p>Der Himmel über Zürich ist wieder klar. Seit Weihnachten waren die lichten Tage über den Schweizer Seen eher selten, die fernen Höhenzüge der Alpen hinter einer dichten Suppe aus Grau verborgen. Ein Grau, das die Stimmung drückt und wie ein Ticket für eine Reise im Geiste zu den Palmen des vergangenen Winters in den Bahamas wirkt.<br />
Mit meinem Buch bin ich dennoch nicht fertig geworden, nicht zuletzt, weil ich lieber gut als schnell schreiben möchte. In diesem Sinne muss ich also noch um etwas Geduld bitten.<br />
In den nächsten Tagen geht es zudem erst einmal wieder auf Reisen: Vom 23. bis 27 Januar werde ich in Düsseldorf die Messe boot besuchen. Ich freue mich auf die jedes Jahr aufs Neue spannenden Gespräche am Messestand von <em><strong>segeln</strong></em> (Halle 17 Stand A41) und natürlich auch auf die <a title="Tägliche Messevorträge um 14 Uhr am Stand von ISTEC" href="http://www.boot.de/cipp/md_boot/custom/pub/content,lang,1/ticket,g_u_e_s_t/oid,31220" target="_blank">täglichen Vorträge am Stand von Istec</a> (Halle 11 E22).<span id="more-2235"></span><br />
Spätestens auf der Messe wird auch das erste <a title="www.segelradio.de - Podcasts rund ums Segeln" href="http://www.segelradio.de" target="_blank">Segelradio</a> aufgenommen. Nachdem ich in dem <a title="Wer redet ist nicht tot…" href="http://hinnerk-weiler.de/blog/2011/12/30/wer-redet-ist-nicht-tot">Podcast WRINT</a> Ende Dezember mit Holger Klein über meine Reise gesprochen hatte und dabei auch der Hinweis auf mein Segelradio fiel, bin ich jetzt etwas unter Lieferdruck: Über 2500 Mal sind der <a title="Trailer zum Video-Podcast von Bord" href="http://www.segelradio.de/2011/11/trailer/" target="_blank">Trailer</a> und die &#8220;<a title="Segelradio SRDE0000" href="http://www.segelradio.de/2011/11/segelradio-die-nullnummer/" target="_blank">Vorabnummer</a>&#8221; zu den Podcasts seit dem bereits angesehen worden. Auch die eine oder andere „Sie haben eine Spende erhalten“ Mail von Paypal ging mit dem „Podcast Vorschuss“ klar in diese Richtung. Also höchste Zeit, aktiv zu werden. In diesem Zusammenhang ein dickes Danke an: Jörg, Sebastian, Swantje, Jan, Dirk, Robert, Anja, Holger, Olaf, Oliver, Sven, Thomas, Tobias und natürlich auch den Vielen, die mit einem Klick auf den Flattr-Button halfen, den grünen Teil des Balkens auf der Startseite wachsen zu lassen!</p>
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		<title>Wer redet ist nicht tot&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Dec 2011 19:35:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zwischennotizen]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230;und auch, wenn es vielleicht die letzten Wochen so scheint, als ob ich mich bereits in andere Spähren begeben hätte, nein: ich lebe noch. Irgendwo im Delirium zwischen Weihnachten, Buchschreiben, Silvester und all dem, was sonst noch so ganz anders ist, als das Leben auf einem Segelboot. Statt jetzt hier mit Fotos vom Weihnachtsbaum zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wrint.de"><img class="alignright  wp-image-2222" title="WRINT" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/12/WRINT.jpg" alt="Logo von Holger Kleins Podcast WRINT. www.wrint.de" width="128" height="142" /></a>&#8230;und auch, wenn es vielleicht die letzten Wochen so scheint, als ob ich mich bereits in andere Spähren begeben hätte, nein: ich lebe noch. Irgendwo im Delirium zwischen Weihnachten, Buchschreiben, Silvester und all dem, was sonst noch so ganz anders ist, als das Leben auf einem Segelboot. Statt jetzt hier mit Fotos vom Weihnachtsbaum zu langweilen und in den Reigen des guten Rutsches einzusteigen gibt es am letzten Tag des Jahres (morgen zählt, finde ich, nur halb) noch etwas auf die Ohren:</p>
<p>Gut zwei Stunden lang habe ich heute Nachmittag mit Holger Klein über das Leben an Bord geplaudert. Wer noch nicht so recht weiß, wie er morgen bis Mitternacht wach bleiben soll, kann statt „Dinner -“ ja einmal das „Ferngespräch for two“ probieren. Der <a title="Zum Ferngespräch auf www.wrint.de" href="http://www.wrint.de/2011/12/30/wr035-holger-ruft-an-hinnerk-weiler/" target="_blank">Download </a>ist auf seiner Seite <a title="Langfahrtleben – Jetzt am Kiosk" href="http://www.wrint.de" target="_blank">www.wrint.de</a> zu finden. Viel Spaß dabei!</p>
<p>Nagut, trotzdem: einen guten Rutsch ins neue Jahr!</p>
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		<title>Messeklönen</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 12:17:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rumstehen und schnacken. So stellt man sich „Standdienst“ bei einer Segelzeitschrift auf einer Bootsmesse vielleicht vor. Tatsächlich kommt das sogar dicht an die Realität heran. Ich gebe zu, ich mag das. Vor allem, weil ich als Herumreisender eher selten Gelegenheit habe, mit den Lesern meiner Artikel einfach Auge in Auge in Kontakt zu kommen. Die, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2150" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/2011/11/16/messeklonen"><img class="size-medium wp-image-2150 " title="Nachtsegeln" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/20090721-203236--300x200.jpg" alt="Nachtsegeln mit Paulinchen im Ankerfeld vor Riga. Foto: Hinnerk Weiler" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Nachts allein unterwegs: Symbol für die Risiken des Einhandsegelns. </p></div>
<p>Rumstehen und schnacken. So stellt man sich „Standdienst“ bei einer Segelzeitschrift auf einer Bootsmesse vielleicht vor. Tatsächlich kommt das sogar dicht an die Realität heran. Ich gebe zu, ich mag das. Vor allem, weil ich als Herumreisender eher selten Gelegenheit habe, mit den Lesern meiner Artikel einfach Auge in Auge in Kontakt zu kommen. Die, vergangene Woche in Hamburg zu Ende gegangene, hanseboot bot eine gute Gelegenheit, wieder die Nase in den Wind zu halten und Kritik und Lob gleichermaßen direkt zu erleben.</p>
<p>„Einhandsegeln“, so lernt man dabei beispielsweise, „sei grundsätzlich schlechte Seemannschaft“ und darüber auch noch zu schreiben, würde dem Verfall der guten Seemannschaft nur Vortrieb bringen. Eine Diskussion, die vermutlich älter ist, als das Buch von Joshua Slocum über seine Einhandweltumesegelung 1895.<span id="more-2147"></span></p>
<p>Eine erschöpfende Antwort haben natürlich auch wir im Messetrouble nicht finden können. Und so wird das Segeln mit Eieruhr und Windsteueranlage sicher auch auf künftigen Messen und Vorträgen für Gesprächsstoff sorgen. Neben dieser Kritik erlebt man natürlich auch allerlei zustimmendes Feedback: spannende Reise, aufmerksam verfolgt, toll geschrieben&#8230; Irgendwo zwischen diesen beiden Meinungspolen allerdings ist es am interessantesten. Weniger Lob, weniger Kritik, aber auf jeden Fall gute Anregungen. Immer wieder dabei, muss auch ich einsehen: „Kürzere Texte, dafür aber gern etwas öfter“. Was sonst noch direkt in die Planung ging: Ein Projekt, an dem ich schon „heimlich“ in Kanada begonnen hatte zu arbeiten, und das jetzt dank der gemeinsamen Unterstützung von Panasonic und eines Lesers in greifbare Nähe gerückt ist. Der Video-Podcast von unterwegs startet, sowie der Schnee Paulinchen in Kanada wieder frei gibt.</p>
<div id="attachment_2149" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/20090628-110658-.jpg" rel="lightbox[2147]"><img class="size-medium wp-image-2149" title="Schweden-Rund Ostsee" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/20090628-110658--300x200.jpg" alt="Paulinchen am Fels. Vor Heckanker direkt an einer Schäre festgemacht. Foto: Hinnerk Weiler" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">In Schweden per Heckanker direkt an die Schären</p></div>
<p>Mein persönliches Messehighlight war übrigens ganz klar die Talkrunde „Rund Ostsee“ in wechselnder Besetzung mit Merle Ibach, Bastian Hauck, Insa Preiss, Christian Irrgang, Ingo Gorodiski und mir. Wie viele andere Skipper haben wir alle die „Ostseerunde“ auf die eine oder andere Art im Kielwasser. Darüber ausführlich in einem 30 Minuten Zeitfenster auf einer Bühne zu sprechen ist nahezu unmöglich. Darum kam die Idee auf, ein weiteres Projekt zu starten. Ich selbst allerdings werde daran eher selten aktiv mitwirken können: Der Rund Ostsee Stammtisch, wird Skipper die von einer Auszeit Richtung Haparanda, St. Petersburg, Helsinki und Stockholm träumen und Crews, die den Törn gemacht haben zusammenbringen. Den ersten Termin dafür findet ihr demnächst hier und in segeln. Ob zum Kartentauschen, Routenbesprechen, Freundschaften schließen, oder eben einfach nur zum Rumstehen und Schnacken.</p>
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		<title>Zurück zu den Anfängen &#8211; hanseboot 2011</title>
		<link>http://hinnerk-weiler.de/blog/2011/10/27/zuruck-zu-den-anfangen-hanseboot-2011</link>
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		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 08:51:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zwischennotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Bastian Hauck]]></category>
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		<category><![CDATA[Vortrag]]></category>

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		<description><![CDATA[Hamburg &#8211; Einwenig ist es Heimkehren. Natürlich, Hamburg prangt schließlich als Heimathafen auch am Heck von Paulinchen. Doch zur hanseboot in die Hamburger Messehallen zu fahren ist mehr. Während der Messe 2008 fasste ich den Entschluss meine Reise im kommenden Frühling zu starten. 2009 hievten wir „Paulinchen“ in Finkenwerder nach ihrer Ostseeumrundung aus dem trüben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1040" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/2011/10/27/zuruck-zu-den-anfangen-hanseboot-2011"><img class="size-thumbnail wp-image-1040 " title="Paulinchen auf der hanseboot 2009" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2008/11/20091031-164726-150x150.jpg" alt="Hinnerk Weiler im Gespräch am segeln-Messestand" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Herbst 2009: Projektvorstellung auf der hanseboot</p></div>
<p><strong>Hamburg</strong> &#8211; Einwenig ist es Heimkehren. Natürlich, Hamburg prangt schließlich als Heimathafen auch am Heck von Paulinchen. Doch zur hanseboot in die Hamburger Messehallen zu fahren ist mehr. Während der Messe 2008 fasste ich den Entschluss meine Reise im kommenden Frühling zu starten. 2009 hievten wir „Paulinchen“ in Finkenwerder nach ihrer Ostseeumrundung aus dem trüben Elbwasser, um sie und meine Ideen am Messestand von segeln zu präsentieren.<br />
Ganz so groß wird der Stand dieses Jahr nicht, wenn ich mit einer Viertelweltumsegelung im Kielwasser nach Hamburg zurückkehre. Keine großen Vorträge, keine Bildershows. Dafür freue ich mich um so mehr auf persönliche Gespräche und darauf, den einen oder anderen Namen, den ich immer wieder auf meiner Facebook-Seite oder per Mail zu lesen bekomme, mit einem Gesicht zu verbinden.</p>
<p>Zu finden bin ich ab 1.November (!!) am Stand von <em><strong>segeln</strong></em> (Halle B2.EG / Stand C.442) und täglich mit Bastian Hauck und anderen Seglern um 13:30 Uhr auf der Bühne in der Halle B5 zu &#8220;Meet the Experts &#8211; Ostsee Rund&#8221; &#8211; Schaut doch einfach mal vorbei.<span id="more-2133"></span></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/gelaendeplan2011_d_1200px_13.jpg" rel="lightbox[2133]"><img class="aligncenter size-large wp-image-2134" title="hanseboot 2011 Geländeplan" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/gelaendeplan2011_d_1200px_13-1024x670.jpg" alt="" width="614" height="402" /></a></p>
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		<title>Film: Ostseesegeln</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Oct 2011 18:18:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa]]></category>
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		<category><![CDATA[Ostsee]]></category>
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		<category><![CDATA[Utlango]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor kurzem fragte mich Lina Nagel von der segeln-Redaktion nach meinem „Geheimtipp“ in Sachen Charterurlaub auf der Ostsee. So recht konnte ich mich allerdings nicht entscheiden, was ich da als Tipp geben sollte. Bis mir heute ein Zwischenstopp auf meinen beiden größeren Ostsee-Törns 2005 und 2009 wieder einfiel. Die Schwedische Insel Utlångö liegt am nördlichen Ausgang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2128" class="wp-caption alignright" style="width: 190px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/20090628-111148-.jpg" rel="lightbox[2125]"><img class="size-medium wp-image-2128 " title="Naturhafen Utlångö" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/20090628-111148--300x200.jpg" alt="Paulinchen im Naturhafen an der schwedischen Schäre Utlango. Foto: Hinnerk Weiler" width="180" height="120" /></a><p class="wp-caption-text">Fest im Naturhafen Utlångö</p></div>
<p>Vor kurzem fragte mich Lina Nagel von der segeln-Redaktion nach meinem „Geheimtipp“ in Sachen Charterurlaub auf der Ostsee. So recht konnte ich mich allerdings nicht entscheiden, was ich da als Tipp geben sollte. Bis mir heute ein Zwischenstopp auf meinen beiden größeren Ostsee-Törns 2005 und 2009 wieder einfiel. Die Schwedische Insel Utlångö liegt am nördlichen Ausgang des Kalmarsund. Ohne GPS ist die Einfahrt zu dem hervorragend geschützten Naturhafen allerdings kaum zu finden. Es gibt reihenweise Durchfahrten, die nur wenige Zentimeter tief sind. Man muss daher einen kleinen Umweg durch die Schären nehmen. Zu finden ist das Inselchen bei etwa 57° 26 Min Nord und 16° 40 Min Ost.</p>
<p>Und wo ich schon beim Rückblich auf den Sommer 2009 bin, dachte ich mir, ich kram noch mal einige Videos vom Törn hervor:<span id="more-2125"></span></p>
<p><object width="500" height="281"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Let7KhZcwnM?version=3&#038;feature=oembed"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/Let7KhZcwnM?version=3&#038;feature=oembed" type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="281" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Eingelebt</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 08:24:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zwischennotizen]]></category>
		<category><![CDATA[ankommen]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[schaukeln]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>

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		<description><![CDATA[Zürich, Schweiz. - Es schaukelt nicht mehr. Nicht unter den Füßen, nicht in der Koje und auch nicht im Kopf. Paulinchen wurde in ihren ersten Sturm im kanadischen Herbst an Land ordentlich durchgerüttelt, aber „Die Plane ist noch drauf“, meldete Ben. Böen mit über 100 Stundenkilometer fegten vergangene Woche über das Boot. Die gute Nachricht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2114" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/2011/10/24/eingelebt"><img class="size-medium wp-image-2114" title="Zürichsee im Nebel" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/20111021-022904--300x200.jpg" alt="Nebelschwaden über den Hängen am Zürichsee, Schweiz. Foto: Hinnerk Weiler" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Nebelschwaden über den Hängen am Zürichsee</p></div>
<p><strong>Zürich, Schweiz. -</strong> Es schaukelt nicht mehr. Nicht unter den Füßen, nicht in der Koje und auch nicht im Kopf. Paulinchen wurde in ihren ersten Sturm im kanadischen Herbst an Land ordentlich durchgerüttelt, aber „Die Plane ist noch drauf“, meldete Ben. Böen mit über 100 Stundenkilometer fegten vergangene Woche über das Boot.</p>
<p>Die gute Nachricht erreicht mich am Zürichsee, rund zehn Breitengrade weiter nördlich und mit Blick auf die Erdachse fast im rechten Winkel dazu. Erstaunlich schnell hat sich hier das Leben an Land wieder eingestellt. Ein beruhigender Vorgeschmack, der Mut macht, wenn ich in einigen Jahren nach dem wirklichen Ende der Reise wieder meinen Platz als „ehrenwertes Mitglied der Gesellschaft“ finden muss. Denn mit festem Boden unter meinen Füßen hatte niemand so schnell gerechnet. Jeder fragt: „Und, vermisst Du das Boot?“, lacht und meint auch immer schon die Antwort zu kennen.<span id="more-2113"></span></p>
<p>Überraschte Gesichter dann, wenn das „Nein“ kommt. Ich vermisse Paulinchen nicht. Mir fehlt auch nicht das Schaukeln und nach einer Woche Schweiz komme ich gut ohne den weiten Horizont der See zurecht. Das das funktioniert, weil es ein Danach gibt. Nie im leben war mir eine Perspektive für die Zukunft klarer und wichtiger als heute. Vielleicht trägt aber auch der Ausblick aus der Wohnung dazu bei. Statt in trist städtisches Grau streift der Blick durch die Fensterfront über Berge und die letzten Boote, die auf dem Zürichsee die spärlich gewordenen Sonnentage für ihre Runden nutzen.</p>
<div id="attachment_2115" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/20111023-084430-.jpg" rel="lightbox[2113]"><img class="size-medium wp-image-2115" title="Segelboot Zürichsee" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/20111023-084430--200x300.jpg" alt="Segelboot auf dem Zürichsee unter Genacker. Foto: Hinnerk Weiler" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Die letzten Sonnenstrahlen bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt nutzen</p></div>
<p>In der ersten Phase des Ankommens an Land half hier das „Einsiedeln“: Besinnen, beobachten, Erwartungen schüren und erst aufbrechen, wenn der Hunger da ist. Ich mache das immer, wenn mein Anker vor Häfen fällt, auf deren Besuch ich nicht vorbereitet bin oder, nachdem ich lange Zeit für mich allein in Ankerbuchten oder auf See war. Es ist mein Instrument, wenn ich mich als Einhandsegler allein gegenüber der Zivilisation fühle:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der erste Landgang dient nur der schnellen Orientierung und ist gefolgt von einigen Tagen, an denen ich keine Motivation verspüre überhaupt von Bord zu gehen. In Zürich blieb ich fast eine ganze Woche im Haus. Schlich zwischen Bad, Küche und Wohnzimmer umher, sah verstohlen aus dem Fenster und fragte mich: „Was willst du dort draußen? Warum solltest Du aus der Tür treten?“</p>
<p>Antworten bekomme ich darauf nie. Sie kamen nicht, in Riga, nicht auf den Azoren, blieben im Hudson vor New York aus und auch das Ankerfeld vor den Bahamas schwieg. Doch an diesen Orten den Blick auf die Umwelt zu richten, lässt das Interesse wachsen. Bis die Neugierde zum brennenden Hunger wird. &#8211; „Was auch immer dort ist, ich will ES!“. &#8211; Das ist ein einfaches Konstrukt, das Enttäuschungen vermeidet. Denn dann bin ich bereit jedes Bild, jeden Ausdruck neuer Kultur, jedes Wort in einer fremden Sprache anzunehmen. Dann bin ich angekommen und kann bedingungslos erkunden.</p>
<div id="attachment_2116" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/20111022-131020-.jpg" rel="lightbox[2113]"><img class="size-medium wp-image-2116" title="Luzern" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/20111022-131020--300x200.jpg" alt="Kappelerbrücke in Luzern bei Nacht. Foto: Hinnerk Weiler" width="500" /></a><p class="wp-caption-text">Nach einer Woche &quot;Einsiedeln&quot; ist der Hunger da - und wird gestillt.</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Herbstfarben</title>
		<link>http://hinnerk-weiler.de/blog/2011/10/01/herbstfarben</link>
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		<pubDate>Sat, 01 Oct 2011 08:40:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Bahamas]]></category>
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		<category><![CDATA[Route]]></category>
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		<category><![CDATA[Winter]]></category>

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		<description><![CDATA[LaSalle, Ontario, Kanada. &#8211; Es ist kein Tag, an dem sich Fernweh ausbreitet. Schon beim Aufwachen sehe ich meinen Atem als Dampfwolke unter Deck aufsteigen. Der Herbst hat offenbar gegen den Sommer gewonnen und macht sich nun mit schweren Wolken über die Beute her: Regen trommelt an Deck, im Rigg heulen über 30 Knoten Wind. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2090" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/20110930-191156-.jpg" rel="lightbox[2085]"><img class="size-thumbnail wp-image-2090" title="Herbs-LaSalle" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/20110930-191156--150x150.jpg" alt="Regen vorm LaSalle Mariners Clubhaus, Ontario, Kanada" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Kanadas Herbst im Anmarsch</p></div>
<p><em>LaSalle, Ontario, Kanada.</em> &#8211; Es ist kein Tag, an dem sich Fernweh ausbreitet. Schon beim Aufwachen sehe ich meinen Atem als Dampfwolke unter Deck aufsteigen. Der Herbst hat offenbar gegen den Sommer gewonnen und macht sich nun mit schweren Wolken über die Beute her: Regen trommelt an Deck, im Rigg heulen über 30 Knoten Wind. Heute möchte man nicht woanders hinsegeln, heute möchte man woanders sein.</p>
<p>Während das Draußen in dunkle Farben des stürmischen Wetters gehüllt ist, machen sich in mir pastellfarben die Bilder des vergangenen Winters in den Bahamas breit. Türkis liegt das Wasser vorm Bug und allein das Leuchten des Korallensands am Abend vor einer Insel gibt die Energie, heute die Decke zurückzuschlagen und aufzustehen.  <span id="more-2085"></span></p>
<div id="attachment_2086" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/20101229-223327-.jpg" rel="lightbox[2085]"><img class="size-medium wp-image-2086" title="Norman Cay, Exumas" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/20101229-223327--300x200.jpg" alt="Einmalige Farben am Strand in Norman Cay, Exumas, Bahamas" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Winterfarben im Dezember am Strand von Norman Cay, Bahamas</p></div>
<p>Wie sehr ich süchtig bin, muss ich mir an diesem kalten morgen  eingestehen. Denn schon im ersten Moment meiner Ankunft in Nassau, hatten mich die Farben von Wasser, Himmel, Land und Leuten erfasst. Wie ein williger Junkie nahm ich sie auf und seit dem betrachte ich sie immer wieder, wenn die Reise ins Stocken gerät, wenn es ungemütlich wird oder mich der Mut verlässt.</p>
<p>Ein halbes Jahr nach meiner Ankunft segelte ich Richtung Norden aus dem Archipel heraus und fragte das Logbuch, was mich zur Weiterreise bewegt: „Es fühlt sich an, als treibe mich vor allem das  Versprechen, diese Route durch die Lakes zu machen. Warum nicht einfach Kurs Süden und noch vor den Hurrikanen in Venezuela sein? Warum überhaupt all diese schönen Bilder hinter mir lassen und mich in einen kalten Norden aufmachen?“ Das Buch blieb mir eine Antworten schuldig und schon wenige Tage auf See ließen die Freude über das Kommende stärker werden, als die Sehnsucht nach dem hinter mir liegenden. Doch losgeworden bin ich das Leuchten nie wieder. Heute Morgen schrieb ich: „Der dauerhafte Aufenthalt in diesen Farben würde mich der Barfusroute folgend vermutlich  blind für ihre Schönheit machen. Doch möchte ich nie einen Punkt erreichen, an dem mich meine künftige Route nicht wieder in diese Reviere führt.“ Das wirft eine neue Frage auf: „Wieviele Zuhause kann ein Vagabund am Ende haben?“</p>
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		<title>Von Seglern und Reisenden</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 19:08:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[LaSalle Mariners]]></category>
		<category><![CDATA[Spenden]]></category>
		<category><![CDATA[Winterpause]]></category>

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		<description><![CDATA[LaSalle, Ontario, Kanada. &#8211; Ein Jahr zieht manchmal einfach so ins Land. In Konstanten gehüllt schleicht es sich zuweilen am eigentlichen Leben vorbei, leise und unauffällig. Wenn man es dabei erwischt, ist es an der Zeit einen Blick unter seine Tarnung zu werfen. Denn zu häufig legt er sich einen Umhang namens Alltag zu, um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2072" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/20101120-215237-.jpg" rel="lightbox[2069]"><img class="size-medium wp-image-2072" title="Leaf Cay am Strand" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/20101120-215237--300x200.jpg" alt="Hinnerk weiler am Strand von Leaf Cay, Exumas, Bahamas" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Am Strand von Leaf Cay - Herbst vor fast einem Jahr</p></div>
<p><strong>LaSalle, Ontario, Kanada.</strong> &#8211; Ein Jahr zieht manchmal einfach so ins Land. In Konstanten gehüllt schleicht es sich zuweilen am eigentlichen Leben vorbei, leise und unauffällig. Wenn man es dabei erwischt, ist es an der Zeit einen Blick unter seine Tarnung zu werfen. Denn zu häufig legt er sich einen Umhang namens Alltag zu, um darunter den Schatz des Unerwarteten und Neuen zu verbergen. Loszusegeln war der beste Schritt, diesen Mantel zu lüften!</p>
<p>Am Strand von Leaf Cay lag ich im November 2010 im Sand und sah einem Winter ohne Tannengrün entgegen. Kein Schal und keine Winterstiefel in Griffweite. &#8211; Weiße Weihnacht versprach bestenfalls der Korallensand vor der türkisblauen See der Bahamas. &#8211; Ich war zuvor noch nie in den Bahamas und hatte noch nie karibischen Wellen zugesehen. Heute, im Herbst 2011 ist das anders. In zweieinhalb Wochen geht mein Flieger Richtung Europa. &#8211; Zurück für ein halbes Jahr. Mein Basislager für die kommenden Monate wird in der Schweiz sein. &#8211; Ich war noch nie im Winter in der Schweiz und ich habe noch nie auf Skiern gestanden.<span id="more-2069"></span></p>
<div id="attachment_2071" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/20110917-200549-.jpg" rel="lightbox[2069]"><img class="size-medium wp-image-2071" title="Sunset Detroit River" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/20110917-200549--300x200.jpg" alt="Detroit River Sunset, LaSalle Mariners Yacht Club, Windsor " width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Immer früher geht die Sonne am Detroit River.</p></div>
<p>In Kanada zu bleiben, hier über den Winter zu arbeiten, wäre dazu die Alternative gewesen. Und es wäre sicher aus Sicht des Seglers ein weniger radikaler Bruch, wie mir auch der Eine oder Andere per E-Mail vorschlug. Das stimmt: Aus der Perspektive des Fahrtenseglers, der durch die Welt vagabundiert, ist mein Rückflug sicher ein Bruch. Der Alltag des Seefahrers sieht wilde See und romantische Ankerplätze vor und führt allein dabei tagtäglich neue Schätze zutage. Schätze, die ich nicht mehr missen möchte. Und gerade weil es mein Alltag ist, lohnt es einen sorgsamen Blick darauf zu werfen: Bin ich nur der vagabundierende Segler? Bin ich nur der „Journalist auf Weltreise“, wie mich die Zeitung The Windsor Star gestern beschrieb? Bin ich ein Reisender, irgendwo zwischen Start und Ende? &#8211; All das beschreibt einen Teil, dessen, was mich  zum „Ich“ macht.</p>
<p>Und das „Ich“ auf dieser Reise steht vor einem neuen spannenden Abenteuer. Der Winter in Europa ist eine Unterbrechung vom Alltag des Vagabunden, sie führt den Träumer zurück an den Ort des Traumes und bestärkt den Hunger nach den Orten der Träume.</p>
<div id="attachment_2073" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/20110917-200658-.jpg" rel="lightbox[2069]"><img class="size-medium wp-image-2073" title="LaSalle Mariners Club Haus" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/20110917-200658--300x200.jpg" alt="Clubhaus im Sonnenuntergang" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Unterschlupf während des Werftaufenthaltes: LMYC-Clubhaus in LaSalle</p></div>
<p>Inzwischen ist die Reparatur des Motors offenbar so gut wie abgeschlossen. Einen Monat hat es gedauert, wenn er am kommenden Montag wieder unter dem Niedergang verschwindet. Die Reparatur wäre nicht möglich gewesen, wenn ich nicht die kompromisslosen Zusagen von Freunden gehabt hätte, mir das nötige Geld leihweise vorzuschießen. Nicht weniger beeindruckend sind auch die kleinen und großen Spenden, die mich immer wieder erreichen: „Kopf Hoch“, „Wird schon werden“ &#8230; Die Betreffzeilen hinter Summen zwischen 5 und 250 Euro sind für mich mehr als nur finanzielle Hilfe. Sie füllen auch die anonymen Zahlen der Statistik meiner Webseite mit realen Personen. Danke dafür an Martin, Torsten, Walter, Sonne, Michael, Stephan, Kerstin, Helge, Ben, Johannes, Joachim, Klaus, Sven, Michael, Chris, Thomas, Sebastian, Frank und Kai!</p>
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		<title>The Windsor Star &#8211; Stranded Sailor</title>
		<link>http://hinnerk-weiler.de/blog/2011/09/27/the-windsor-star-stranded-sailor</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Sep 2011 23:31:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>

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		<description><![CDATA[Überraschung im Werftalltag. Auf einmal standen ein Fotograf und ein Reporter (ja, hier gibt es dieses klassische Team offenbar tatsächlich noch) vor dem Boot und fragten, ob ich einen Moment Zeit hätte. Man verzeihe, dass es etwas unaufgeräumt aussieht. Ich bin gerade dabei, das Boot aufs Einwintern vorzubereiten und bei dem bevorstehenden Winter bedeutet das: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2056" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Bildschirmfoto-2011-09-26-um-19.39.28.png" rel="lightbox[2050]"><img class="size-medium wp-image-2056" title="Webseite: The windsor Star 27.9.2011" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Bildschirmfoto-2011-09-26-um-19.39.28-300x171.png" alt="Bildschirmkopie, The Windsor Star vom 27.9.2011, Paulinchen in LaSalle, Interview an Bord" width="300" height="171" /></a><p class="wp-caption-text">The Windsor Star berichtet über Paulinchen</p></div>
<p>Überraschung im Werftalltag. Auf einmal standen ein Fotograf und ein Reporter (ja, hier gibt es dieses klassische Team offenbar tatsächlich noch) vor dem Boot und fragten, ob ich einen Moment Zeit hätte. Man verzeihe, dass es etwas unaufgeräumt aussieht. Ich bin gerade dabei, das Boot aufs Einwintern vorzubereiten und bei dem bevorstehenden Winter bedeutet das: Alles muss raus&#8230;<span id="more-2050"></span></p>
<p><script src="http://player.ooyala.com/player.js?autoplay=0&amp;embedCode=F4YzR1MjqJ0REC8IHwvJxFEdh_78wdRp"></script><br />
(Video: The Windsor Star)</p>
<p>Morgen dann der Artikel aus der Druckausgabe. &#8211; Ich werde ihn versuchen etwas besser als beim letzten Mal abzubilden.</p>
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		<title>Blogs rund ums Segeln gesucht</title>
		<link>http://hinnerk-weiler.de/blog/2011/09/09/blogs-rund-ums-segeln-gesucht</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Sep 2011 08:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zwischennotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Links]]></category>

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		<description><![CDATA[In Foren rund ums Thema Segeln drehen sich die Posts wieder vermehrt ums Einwintern, Aufpallen und die Frage nach der richtigen Plane. Offenbar rücken Herbst und Winter langsam aber sicher näher. Damit beginnt die Zeit, die Segelzene vom heimatlichen Sofa aus im Internet zu betrachten. Unter der Rubrik &#8220;Lesenswertes&#8221; habe ich angefangen Webseiten von Seglern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1998" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-1998" title="SY PAULINCHEN im Hamburger City Sporthafen" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/20100130-102054--300x200.jpg" alt="SY PAULINCHEN im Hamburger City Sporthafen" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Auf der Suche nach Lesestoff für die kalte Jahreszeit</p></div>
<p>In Foren rund ums Thema Segeln drehen sich die Posts wieder vermehrt ums Einwintern, Aufpallen und die Frage nach der richtigen Plane. Offenbar rücken Herbst und Winter langsam aber sicher näher. Damit beginnt die Zeit, die Segelzene vom heimatlichen Sofa aus im Internet zu betrachten.</p>
<p>Unter der Rubrik &#8220;<a title="NEU: Die Rubrik Lesenswertes" href="http://hinnerk-weiler.de/blog/category/lesensewertes" target="_blank">Lesenswertes</a>&#8221; habe ich angefangen Webseiten von Seglern vorzustellen, die ich auf meiener Reise treffe. <strong>Aber wo stecken all die Anderen?</strong> Ich würde hier gern eine Liste mit gut gepflegten Segelblogs zusammenstellen.</p>
<p>Du bist selbst Blogger? <span id="more-1997"></span>Es geht in Deinem Blog ums Segeln oder verwandte* Themen? Dann mach einfach mit und beantworte die folgenden Fragen entweder als Artikel in Deinem Blog (Trackback, Pingback, Twitter-Reply oder ganz altmodische E-Mail nicht vergessen, damit ich das auch mitbekomme :-)) oder schick mir Deine Antworten direkt per <a title="E-Mailadresse" href="mailto:post@hinnerk-weiler.de" target="_blank">Mail</a>. Ich bin gespannt, was es bei Euch zu lesen gibt! Die erste Zusammenfassung werde ich dann etwa Ende September posten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>Wie heißt Dein Blog und wie lautet die URL?</li>
<li>Wie lange gibt es Deinen Blog schon?</li>
<li>Worum geht es hauptsächlich in Deinem Blog*? (Allgemeine Themen neben dem Segeln, Törntagebuch, Regattakalender, Fotos, Videos&#8230; ? beschreibe, worüber Du schreibst.)</li>
<li>Wie häufig etwa veröffentlichst Du Artikel?</li>
<li>Schreibst nur Du dort, oder gibt es auch andere Autoren in Deinem Blog?</li>
<li>Über welche Kanäle kann man sich über Deinen Blog informieren? (Facebook, Twitter, Google-Plus, Foren&#8230;)</li>
<li>Kann man Deinen Blog als Feed abonnieren? Gekürzt, ungekürzt?</li>
<li>Warum schreibst Du?</li>
<li>Was willst Du der Segelszene sonst noch mitteilen</li>
</ul>
<p>* Themen rund um Wassersport sollten ein zentrales Thema sein und den überwiegenden Teil der Artikel ausmachen, um in der Liste aufgenommen zu werden.</p>
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		<title>Breakdown</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Sep 2011 17:46:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Amerika]]></category>
		<category><![CDATA[Colchester]]></category>
		<category><![CDATA[Great Lakes]]></category>
		<category><![CDATA[La Salle Mariners Yacht Club]]></category>
		<category><![CDATA[Lagerschaden]]></category>
		<category><![CDATA[Lake Erie]]></category>
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		<category><![CDATA[Ontario]]></category>
		<category><![CDATA[St. Claire Marine]]></category>

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		<description><![CDATA[La Salle, Detroit River, Kanada. - Es ist beschlossen. Kurz und schmerzlos ging das nicht, aber Paulinchen wird den Winter in Kanada verbringen müssen während ich in Europa die Mittel zur Weiterreise auftreibe. Wie gern würde ich mich mit Worten daran versuchen, die Schönheit der letzten Tage auf dem See zu Bildern zu malen. Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>La Salle, Detroit River, Kanada. -</strong> <em>Es ist beschlossen. Kurz und schmerzlos ging das nicht, aber Paulinchen wird den Winter in Kanada verbringen müssen während ich in Europa die Mittel zur Weiterreise auftreibe.</em></p>
<div id="attachment_1981" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/20110826-202536-Bearbeitet-.jpg" rel="lightbox[1968]"><img class="size-medium wp-image-1981" title="Windstille auf dem Erie" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/20110826-202536-Bearbeitet--300x200.jpg" alt="Paulinchen motort in die windstille Nacht des Lake Erie" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Paulinchen motort in die windstille Nacht des Lake Erie</p></div>
<p>Wie gern würde ich mich mit Worten daran versuchen, die Schönheit der letzten Tage auf dem See zu Bildern zu malen. Ich würde es mit der Vorfreude tun, anschließend Mails zu bekommen, dass ich mich doch kürzer fassen solle und andere, die darum bitten, dass ich genau so die Welt des Fahrtensegelns weiterhin beschreiben solle. Das gab es schon öfter, aber heute ist alles anders.</p>
<div id="attachment_1982" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/20110826-134535-Bearbeitet-.jpg" rel="lightbox[1968]"><img class="size-thumbnail wp-image-1982" title="Laker" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/20110826-134535-Bearbeitet--150x150.jpg" alt="Ein Laker auf dem Lake Erie" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Einzige Begegnung auf dem See: Ein Laker in Richtung Westung</p></div>
<p>Spielt es inzwischen überhaupt noch eine Rolle, wie ich den Welland Kanal mit Hilfe von Art und Alex in einer Nachtfahrt durchqueren musste? Ist es von Bedeutung, dass der Lake Erie in seiner nahezu unendlich scheinenden Größe als ein regloser See vor mir lag? Kann ich die Schönheit des Sonnenuntergangs auf einem Meer aus Frischwasser beschreiben, ohne es dabei wie belangloses Vorgeplänkel zur aktuellen Lage wirken zu lassen? Die Freude, endlich wieder unterwegs zu sein, war groß, in Worte fassen kann ich sie nicht mehr, wenn die ganze Reise am Rand des endgültigen Aus‘ steht. <span id="more-1968"></span></p>
<p>Die Fotos aus den letzten Tagen der Reise müssen daher für sich sprechen. Sie geben vielleicht einen Eindruck dessen, was dieser See darstellt: Zusammenfassend ein Meer aus Süßwasser, dessen Inseln vom Ufer so weit entfernt sind, wie Deutschlands Hochseeinsel Helgoland von Cuxhaven. Ihn zu durchqueren, dauerte fast zwei Tage. 31 Stunden davon war ich unter unter Motor in einer reglosen Welt unterwegs.</p>
<div id="attachment_1970" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/20110902-131102-.jpg" rel="lightbox[1968]"><img class="size-thumbnail wp-image-1970" title="St.Clair Dock" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/20110902-131102--150x150.jpg" alt="Paulinchen im leichten Nebel bei 35 Grad Celsius in St. Claire Marina" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Tropentraining: Nebel bei 35 Grad Celsius.</p></div>
<p>Während ich diesen Text schreibe, tobt über dem Erie ein heftiges Gewitter. Es bringt Abkühlung nach Tagen mit Temperaturen um 35 Grad und einer Luftfeuchtigkeit, die bis in den späten Vormittag Nebelschwaden bestehen ließ. Tropentraining. Eine lähmende, feuchte Hitze, die Denken und Arbeiten am Boot gleichermaßen unmöglich machte und vielleicht das letzte Aufbäumen des kontinentalen Sommers vor dem Herbst war.</p>
<p>Meine Energie und Konzentration kann die Abkühlung gebrauchen. Denken ist bei diesen Temperaturen unter Deck kaum möglich und denken ist gerade wichtig. Denn das Retten der Reise erfordert einen klaren Kopf. Und das geht am besten, indem man sich von ausschweifenden Beschreibungen befreit und die Fakten klar vor Augen führt:</p>
<h2>Festsitzen in Kanada</h2>
<div id="attachment_1983" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/20110831-112021-.jpg" rel="lightbox[1968]"><img class="size-thumbnail wp-image-1983" title="Lagerteile in der Ölwanne" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/20110831-112021--150x150.jpg" alt="Reste des Pleullagers in der Ölwanne" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Reste des Pleullagers in der Ölwanne</p></div>
<p>Nach 31 Stunden ununterbrochenem Betrieb beendete das Knallen von Metall auf Metall irgendwo aus dem inneren des Motors meine Überfahrt in Richtung Detroit River. Noch ehe ich den Gashebel ganz zurückgenommen hatte, quittierte der Yanmar seinen Dienst. &#8211; Eine erste Diagnose sieht düster aus: Lagerschaden, vermutlich nach Überhitzung. &#8211; Die deutlichen Zeichen dafür sind Metallspäne in der Ölwanne. Für die Ursache spricht das pechschwarze, viel zu flüssige und verbrannt riechende Öl um sie herum.</p>
<div id="attachment_1971" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/20110831-155556-.jpg" rel="lightbox[1968]"><img class="size-medium wp-image-1971" title="Mechaniker José, St. Clair Marine" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/20110831-155556--300x225.jpg" alt="Mechaniker José mit dem ausgebauten Motor" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Mechaniker José mit dem ausgebauten Motor</p></div>
<p>Eine erste Schätzung des nächstgelegenen Yanmar Service beläuft sich auf etwa viertausend Dollar für die Reparatur. &#8211; In etwa in der Größenordnung, beginnt auch ein „neuer“ gebrauchter Motor. Dennoch erschien mir die Reparatur vom ersten Moment an als die bessere Option.</p>
<p>Ein gebrauchter Motor ist immer einwenig die sprichwörtliche „Katze im Sack“. Die meisten hier verfügbaren Bootsdiesel haben mehr als die doppelte Anzahl Stunden hinter sich, weniger Leistung oder einen deutlich höheren Preis. Andererseits bekomme ich durch die Reparatur eine Generalinspektion mitgeliefert. Angesichts der verbleibenden 2.500 Meilen Flussfahrt mit gelegtem Mast beruhigt das das angeschlagene Vertrauen in den Diesel.</p>
<p>Zu Anfang waren diese Überlegungen nur theoretischer Natur. Beide Optionen liegen so weit außerhalb meines Budgets, dass ich die Reise an diesem Punkt vor dem endgültigen Aus gesehen hatte.</p>
<div id="attachment_1986" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/20110829-130724-.jpg" rel="lightbox[1968]"><img class="size-medium wp-image-1986" title="Hafen von Colchester" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/20110829-130724--300x200.jpg" alt="Paulinchen im Hafen von Colchester, Ontario, Kanada. " width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Eingeschleppt in Colchester</p></div>
<p>Womit ich jedoch nicht gerechnet hatte, waren die Kanadier, die mich in meinem „Nothafen“ Colchester empfingen: Im Farmland um das Dorf herum steht vielleicht das Leben öfter auf der Kippe. Und in einer Dorfgemeinschaft hat man ein Auge auf seine Nachbarn und reicht eine Hand, wenn es Probleme gibt. Probleme habe ich, und diese Gemeinschaft hat auf unbeschreibliche Weise ihren Arm um mich gelegt. Die Parole lautet: „Durchhalten, weitermachen, für den Traum kämpfen!“ Wenige sagen einem das ins Gesicht, aber es sind die mutmachenden Gesten, die es ausdrücken. Der Hafenmeister, der das Liegegeld streicht, ein selbstgebackener Blaubeerkuchen, der auf einmal im Cockpit steht, eine Einladung zum Frühstück, um einen Moment den Kopf von den Problemen frei zu bekommen. Und es ist handfeste Hilfe, wie sie mir Ben entgegenbringt.</p>
<p>Er und Christine sind selbst Segler eines kleinen Kajütbootes und verbringen ihre wenigen freien Tage zwischen Peele Island und dem Hafen von Colchester. Sie helfen, wo es geht. In Büchern und Zeitschriften haben beide immer wieder von Reisen gelesen, die ohne die Hilfe Einheimischer zuenedegegangen wären. „Wir freuen uns einfach, auf diese Weise eine solche Geschichte mitzuschreiben. Du musst Dein Geld für die Reparatur zusammenbekommen“, erklärt er mir geduldig, wenn ich wiedereinmal den Kaffee bezahlen will, nachdem er mich den ganzen Tag im Auto herumfuhr.</p>
<div id="attachment_1972" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/20110830-165538-.jpg" rel="lightbox[1968]"><img class="size-medium wp-image-1972" title="Towboat US im Detroit River" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/20110830-165538--300x200.jpg" alt="Zum zweiten Mal im Schlepp: Paulichen hinter einem Schlepper im Detroit River" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Zum zweiten Mal im Schlepp: Paulichen hinter einem Schlepper im Detroit River</p></div>
<p>Inzwischen ist das Boot ins vier Stunden entfernte La Salle zu St. Claire Marine geschleppt worden. Wo immer ich den Schaden ansprach hieß die Antwort: Paul. Er ist der Besitzer der Werft und sein Mechaniker José soll der Beste sein. Auch, wenn es hier etwas städtischer zugeht, geht die Hilfe rundherum weiter: Der<a title="La Salle Mariners Yacht Club" href="http://www.lasallemarinersyachtclub.com/" target="_blank"> La Salle Mariners Yacht Club</a> stellt mir sein Clubhaus zur Verfügung, während das Boot in der Werft ist. Und man denkt über eine Fundraising-Party nach, auf der ich meine Geschichte präsentiere, um mir so bei der Reparatur unter die Arme zu greifen.</p>
<p>Hilfe kommt auch aus Deutschland: zu Anfang mit erstklassigen Tipps im <a title="Zum Thread im Segeln-Forum" href="https://www.segeln-forum.de/thread.php?threadid=27333" target="_blank">Segeln-Forum</a> zum Vorgehen bei der Schadensanalyse und der der Paypal-Knopf auf der Homepage spült den einen oder anderen handfesten Euro in die Reparaturkasse. Vor allem aber gab es Zusagen, mir die Reparaturkosten zu leihen. So konnte ich den Schritt wagen, zwei Wochen nach dem Malen des Unterwasserschiffs die nächste Werft anzusteuern. Mit über zweitausend Euro privaten Schulden segelt es sich aber nicht gut. Darum habe ich beschlossen, für einen Winter hier oben Pause zu machen. Das Boot wird an Land stehen, ganz klassisch eingewintert und ich fliege in einigen Wochen in Richtung Europa.</p>
<div id="attachment_1973" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-1973  " title="Reparaturkosten" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/2011-09-04_2310011-300x141.png" alt="von ca. 4.500 Dollar fehlen noch 3.300 dollar, um den Motorschaden zu bezahlen" width="300" height="141" /><p class="wp-caption-text">Ca. 3.300 Dollar fehlen noch, um den Motorschaden zu bezahlen</p></div>
<p>Für fast ein halbes Jahr von Bord zu gehen fällt nicht leicht. Aber ich freue ich mich darauf, <a title="Vorträge" href="http://hinnerk-weiler.de/blog/vortrag" target="_blank">meine Geschichte in den kommenden Monaten in Euren Clubs, Vereinen oder auf Firmenveranstaltungen zu präsentieren.</a> Ich hoffe bis zum Frühling auf diese Weise den größten Teil der Reparaturkosten zurückzahlen zu können und die Reise anschließend fortzusetzen.</p>
<p>Der Schritt an Land wird eine Herausforderung sein, der ich mich eigentlich erst in einigen Jahren stellen wollte. Zugleich ist die Pause aber auch eine Chance für einen lohnenden Neubeginn: Die Reparatur des Motors wird mindestens zwei Wochen der noch verbleibenden kurzen Segelsaison in Kanada in Anspruch nehmen. Mitte September ist diese Segelsaison im Norden in der Regel bereits zu Ende. Es blieben nur noch Tage für Lake Huron, die Georgian Bay, North Channel und den Lake Michigan.</p>
<p>Vor Herbststürmen und radikalem Wintereinbruch werde ich fast täglich von einheimischen Skippern gewarnt: „Wenn das Wetter mitspielst, kannst Du es bis Chicago in etwas über einer Woche schaffen. Aber bist Du dafür hier hergesegelt?“, ist meist die begleitende Frage.</p>
<div id="attachment_1974" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/hinnerk-023.jpg" rel="lightbox[1968]"><img class="size-medium wp-image-1974" title="Ankunft in La Salle" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/hinnerk-023-300x276.jpg" alt="Paulinchen im Schlepp in La Salle" width="300" height="276" /></a><p class="wp-caption-text">Ankunft in La Salle (Foto: Christine Downey)</p></div>
<p>Seit meiner Ankunft auf dieser Seite des Atlantik stehen die Georgian Bay und der North Channel als leuchtendes Etappenziel vor mir: Sie bedeuten die Kurve vom Lake Huron in den Lake Michigan und sind für mich das Symbol für den beginnenden Weg nach Süden. Von 45 Grad Nord bis über 55 Grad Süd, über 8.000 Seemeilen durch Flüsse, die Karibik und entlang der südamerikanischen Atlantikküste in den Pazifik.</p>
<p>Und seit meiner Ankunft auf dieser Seite des Atlantik bin ich in Eile gewesen. Angetrieben von einem selbstgesetzten Zeitplan, den ich ohne die Erfahrung des Langfahrtsegelns aufgestellt und mehr auf Grund der Wettererfordernisse, als auf Basis von Möglichkeiten entworfen hatte. Mit der Entscheidung, in diesem Winter nicht mehr im Golf von Mexiko anzukommen, wird die Reise ein weiteres Jahr länger dauern als ursprünglich angedacht. &#8211; So what? Sie wird im selben Atemzug um einen atemberaubenden Sommer in der Wildnis Kanadas bereichert, von deren Schönheit ich dann wieder in ausladenden Worten schreiben kann.</p>
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		<title>Gestrandeter Segler Teil I</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 20:45:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Essex Free Press]]></category>

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		<description><![CDATA[(aus &#8220;Essex Free Press&#8221; vom 1. September 2011, Text und Foto: Sylene Argent) &#160;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(aus &#8220;Essex Free Press&#8221; vom 1. September 2011, Text und Foto: Sylene Argent)</p>
<p><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Article_Essex_Free_Press_1.jpg" rel="lightbox[1962]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1963" title="Article_Essex_Free_Press_1" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Article_Essex_Free_Press_1-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p><span id="more-1962"></span><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Article_Essex_Free_Press_2.jpg" rel="lightbox[1962]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1964" title="Article_Essex_Free_Press_2" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Article_Essex_Free_Press_2-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Marina zum Arbeiten gesucht</title>
		<link>http://hinnerk-weiler.de/blog/2011/08/21/marina-zum-arbeiten-gesucht</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Aug 2011 07:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technik, Ausrüstung, Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Amerika]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Marina]]></category>
		<category><![CDATA[Refit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Werft]]></category>

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		<description><![CDATA[Was zuhause lästige Routine ist, wird auf Reisen leicht zum spannenden Abenteuer. Das alljährliche Streichen des Unterwasserschiffs ist da keine Ausnahme. Zuhause lässt sich das gut mit der Winterpause vereinbaren, wenn das Boot ohnehin an Land genommen wird. Unterwegs aber gilt es, dafür erst einmal einen geeigneten Platz zu finden. Für 2011 hatte ich mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Was zuhause lästige Routine ist, wird auf Reisen leicht zum spannenden Abenteuer. Das alljährliche Streichen des Unterwasserschiffs ist da keine Ausnahme. Zuhause lässt sich das gut mit der Winterpause vereinbaren, wenn das Boot ohnehin an Land genommen wird. Unterwegs aber gilt es, dafür erst einmal einen geeigneten Platz zu finden. </em></p>
<div id="attachment_1950" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/20110610-090930.jpg" rel="lightbox[1947]"><img class="size-medium wp-image-1950" title="Wantenspanner lösen" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/20110610-090930-300x200.jpg" alt="Nicht jede Marina erlaubt, Arbeiten selbst zu machen" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Nicht jede Marina erlaubt, Arbeiten selbst zu machen</p></div>
<p>Für 2011 hatte ich mir für das dringend nötige Streichen den Hafen von Port Credit in der Nähe von Toronto, Kanada ausgesucht. Leider ein Reinfall: „Transients“, also Durchreisende, die an Bord leben, sind dort nur in vorherigen Telefonaten willkommene Gäste. Vor Ort erschwert dann das Fehlen eines „Surveys“ den Weg an Land. Ein solches Gutachten ist für Kanadier nichts besonderes und zum Abschluss einer Versicherung vorgeschrieben. Um an Land zu dürfen sollte ich so ein Gutachten über den Zustand meines Bootes vorweisen. Zu bekommen wäre das von dem zufällig ebenfalls im Hafen ansässigen Gutachter für die Kleinigkeit von 400 Dollar. Da mir auch sonst das Umfeld und insbesondere das Hierarchiegefälle zwischen Kunde (unten) und Angestellten (oben) hier nicht sonderlich zusagte, lehnte ich dankend ab und machte mich auf die Suche nach einer anderen Marina.</p>
<p>Aber wie findet man überhaupt eine Marina, in der man Arbeiten und gleichzeitig an Bord leben kann? Zwei Dinge helfen ungemein: Ein loses Mundwerk und ein Computer.</p>
<p>Die beste Quelle für Informationen über Häfen in der Nähe sind andere Skipper. Vorzugsweise Langfahrtskipper, und Menschen, die auf ihren Booten wohnen. Sie kennen die Gegend, wissen von hilfreichen Leuten. So bin ich in den Bahamas beispielsweise an einen Privatsteg gekommen, der mich in einem Monat so viel kostete, wie eine Marina in drei Tagen. Die zweite Möglichkeit, einen Hafen zu finden bietet natürlich das Internet.</p>
<div id="attachment_1951" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/Bildschirmfoto-2011-08-19-um-15.06.15.png" rel="lightbox[1947]"><img class="size-medium wp-image-1951" title="Activecaptain.com" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/Bildschirmfoto-2011-08-19-um-15.06.15-300x180.png" alt="Screenshot von Activecaptain.com" width="300" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">www.activecaptain.com</p></div>
<p>Das wohl aktuellste und umfangreichste Online-Hafenhandbuch für die USA und Kanada bietet derzeit die <a title="www.activecaptain.com" href="http://www.activecaptain.com" target="_blank">Webseite Active Captain</a>. Als ich die Webseitenbetreiber Karen und Jeffrey Siegel in Charleston, South Carolina, traf, erzählten sie von mehreren hundert Updates täglich, in denen Skipper Preise korrigieren, Infrastruktur beschreiben und nicht zuletzt auch persönliche Eindrücke mitteilen.</p>
<p>Für eine erste Auswahl von Häfen ist das eine gute Grundlage. Dennoch ist der eigene Eindruck am Telefon, oder zumindest per E-Mail der entscheidende Faktor bei der Frage, wo es an Land geht. Das bloße Abchecken der Möglichkeiten reicht dabei nicht aus. Wichtiger sind Fragen, die einen Einblick in die Arbeitsweise und Flexibilität der Mitarbeite gebenr. Ob die Marina beispielsweise wirklich auf Durchreisende eingestellt ist, verrät die Fragen nach einer Leiter. Die Antworten hierzu variieren in der Praxis zwischen „kein Problem, haben wir“, „es gibt einen Baumarkt zwei Blocks weiter“ oder „kostet fünf Dollar pro Tag“. Zwischen den Zeilen bedeutet das dann: „Wir kümmern uns darum“, „Deine Probleme interessieren mich nicht“ und „am liebsten würde ich Dir schon diese Frage in Rechnung stellen“.</p>
<p>Aber Vorsicht auch vor allzu unkomplizierten Darstellungen. In Nordamerika ist das Aufsummieren von für sich genommen günstigen Preisen eine übliche Praxis. Anders als in Europa ist eine Unschärfe bei diesen Preisen üblich. Für die Marinabetreiber ist das ein Mittel, die Brieftasche des neuen Kunden abzuschätzen: Wer nach jedem Einzelpreis fragt, ist in diesem Sinne als „Knapp bei Kasse“ einzuschätzen. Außerdem sind alle Preise grundsätzlich ohne Steuern angegeben und Steuersätze variieren je nach Staat zwischen 10 und 25 Prozent.</p>
<p>So war zum Beispiel eine andere Marina im Zentrum Torontos durchaus bereit, mich aufzunehmen. Die Frage nach den grob zu erwartenden Kosten aber wurde eher undurchsichtig beantwortet: Für einen Monat an Land wären es laut der E-Mail rund 10 Dollar pro Fuß Bootslänge gewesen. Dazu kämen dann einmalig 300 Dollar für das Raus- und wieder Reinkranen und 8 Dollar für den „Ständer“. Was auf Website und nicht in der Mail stand: +19 Prozent Steuern, +15 Prozent des Monatspreises für jedes Rangieren auf dem Gelände (also 2x) und die 8 Dollar verstehen sich pro Ständer. Für Segelboote sind laut Webseite mindestens fünf Stützen zu mieten. Die Nachfrage, ob meine Rechnung der Realität näher kommt, als das Angebot in der Mail.</p>
<div id="attachment_1952" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/20110808-193617.jpg" rel="lightbox[1947]"><img class="size-medium wp-image-1952" title="Einhausen zum Malen" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/20110808-193617-300x200.jpg" alt="Paulinchen an Land unter einer Plane" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">In Kanada müssen Boote selbst zum streichen komplett mit einer Plane umschlossen sein</p></div>
<p>Ein Gegenbeispiel war der Hafen von Port Dalhousie nahe St. Catharines, wo ich dann auch das Boot an Land nahm: Festpreis, freundliche Mitarbeiter, die alle Fragen schnell beantworten. Das Vokabular scheint sich auf „Haben wir“, „Besorgen wir“ und „Kümmere ich mich drum“ zu beschränken. Da ich die vereinbarte Zeit an Land um gut einen halben Monat überschritten habe, kamen am Ende noch einmal 125 Dollar dazu. &#8211; Das  ist nur fair. Die bürokratischen Hürden beschränkten sich auf eine ebenso nachvollziehbare Frage nach der Police für die Haftpflicht des Bootes.</p>
<blockquote><p><strong>Kriterien für eine Marina zum Arbeiten</strong><br />
1. geeigneter Kran, bzw. Travellift<br />
2. Schiffsausrüster in Reichweite<br />
3. transparente Preisstruktur, Festpreise<br />
4. Ideal ist ein Hafen, in dem es einige Liveaboards gibt<br />
5. Strom und Wasser dort, wo das Boot an Land stehen wird<br />
6. Sanitäre Anlagen zugänglich</p></blockquote>
<p>Wichtig für das Arbeiten am Boot ist vor allem ein Schiffsausrüster in der Nähe. Sofern nicht bereits auf der Webseite davon berichtet wird, lohnt sich daher auf jeden fall die Frage danach in der E-Mail oder dem Telefonat zu stellen. Ein kleiner Shop mit eigener Werkstatt und begrenzter Auswahl ist dabei aus meiner Sicht der supermarktähnlichen Filiale einer Kette vorzuziehen. Denn was nicht vor Ort ist, müssen und können beide in der Regel innerhalb von 24 Stunden beschaffen. Der kleine Laden ist aber häufig flexibler, da er nicht nur auf den Katalog seiner Kette beschränkt ist. In Amerika wird das vor allem wichtig, wenn es um Ersatzteile geht, die statt in Inch und Zoll in Millimetern bemessen sind. Nicht zuletzt ist der Kleine statt mit einem „muss ich bestellen“, auch mit „lass das mal bis morgen hier. Das schweiß ich Dir heute Nachmittag“ zur Stelle. Das spart über die Zeit eine bares Geld.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Ab dafür!</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 12:39:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kanada]]></category>
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		<category><![CDATA[Welland Kanal]]></category>

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		<description><![CDATA[Port Dalhousie, Lake Ontario, Kanada &#8211; Der Kran ist am Ende der Boxengasse noch in Sichtweite. Im Cockpit liegen drei leere Plastikbecher und Coladosen. trotzleichter Brise treibt die Sonne mich um acht Uhr aus der Koje. Es dauert ein bisschen, dann nimmt das Bild vom vergangenen Abend langsam wieder Form an. Da war Tommy, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1944" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/20110816-084442.jpg" rel="lightbox[1937]"><img class="size-medium wp-image-1944" title="Travellift" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/20110816-084442-300x216.jpg" alt="Paulinchen im Travellift auf dem Weg ins Wasser, Port Dalhousie, Kanada" width="300" height="216" /></a><p class="wp-caption-text">Paulinchen auf dem Weg ins Wasser</p></div>
<p><strong>Port Dalhousie, Lake Ontario, Kanada</strong> &#8211; Der Kran ist am Ende der Boxengasse noch in Sichtweite. Im Cockpit liegen drei leere Plastikbecher und Coladosen. trotzleichter Brise treibt die Sonne mich um acht Uhr aus der Koje. Es dauert ein bisschen, dann nimmt das Bild vom vergangenen Abend langsam wieder Form an. Da war Tommy, der wohnt auf dem Boot nebenan. Sein Kumpel Wayne war es, der auf einmal die Flasche Rum hervorzauberte und den Beutel Eiswürfel denebenlegte: „Ich habe 15 Jahre Briefe ausgetragen, da erlebt man schon eine Menge“, lacht er, spuckt ins Wasser, zieht an seinem Zigarillo.  „Und ich bin auf jedem verdammten Fluss und See in Kanada mit meinem Kajak gewesen. Aber noch nie habe ich mit jemandem angestoßen, der auf so einer Nussschale über den Atlantik gesegelt ist.“ Und schließlich gab es auch etwas zu feiern: Paulinchen schwimmt wieder, das Rigg ist getrimmt, der Weitereise steht nicht mehr viel im Wege &#8211; wenn da nicht diese Kopfschmerzen wären.</p>
<div id="attachment_1945" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/20110818-134438.jpg" rel="lightbox[1937]"><img class="size-medium wp-image-1945" title="Hafen Port Dalhousie" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/20110818-134438-300x200.jpg" alt="Paulinchen in Port Dalhousie am Steg" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Neu: Auch die ausgeblichene Flagge am Heck strahlt wieder</p></div>
<p>Die Zeit an Land hat allerdings bei weitem nicht gereicht, um alles abzuarbeiten. Das ist aber auch nicht nötig. Denn eines steht nach dem das Unterwasserschiff neu mit Antifouling gemalt ist fest: Der nächste Werftstopp braucht eine richtige Werft, mehr Vorbereitung ein etwas dickeres Polster für Materialeinkäufe und mehr Zeit. Denn der Rumpf muss einen komplett neuen Farbaufbau bekommen. Ich rede mir ein, dass ich das lieber erst angehe, wenn ich in der Gegend von Brasilien angekommen bin. Denn hier oben sitzt mir jetzt schon wieder der Winter im Nacken und Chicago sollte ich möglichst noch im September erreichen.</p>
<p>Dass ich dahin nun, statt durch den Trent-Severn, den weiteren Weg durch den Welland Kanal und über den Lake Erie nehme, hat mehrere Gründe: Allem voran kann ich dort meine Etappen selbst gestalten. Bei passenden Wetterbedingungen sind lange Schläge und auch die eine oder andere Nachtfahrt möglich. Das geht im engen und Schleusenreichen Trent-Severn nicht. Paulinchens Tiefgang ist ein weiteres Problem. Der liegt bereits in einem Bereich, in dem ich vor der Einfahrt in den Trent Severn ein Formular unterschreiben müsste, indem sich der Kanalbetreiber von allen Schadenansprüchen bei Grundberührung frei hält. Letztlich spielt auch das Geld eine Rolle: Für die rund 400 Dollar teure Passage wären zehn Tage im Kanal ein zu großer Kompromiss, zu dem noch Diesel für etwa 900 Seemeilen von hier bis Chicago kämen. Unter Strich ist der Umweg also, ganz typisch für Segler, der schnellere und bessere Weg.</p>
<div id="attachment_1940" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/Public_Domain_Wikkipedia_Map_of_the_Welland_Canal.png" rel="lightbox[1937]"><img class="size-medium wp-image-1940" title="_Public_Domain_Wikkipedia_Map_of_the_Welland_Canal" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/Public_Domain_Wikkipedia_Map_of_the_Welland_Canal-300x270.png" alt="Karte vom Wellandkanal zwischen Lake Ontario und Lake Erie" width="300" height="270" /></a><p class="wp-caption-text">Der Welland Kanal (Grafik: Public Domain, Wikipedia)</p></div>
<p>Dem steht nur noch der Welland Kanal im Weg. Auch wenn ich Schleusen inzwischen recht gelassen gegenüberstehe, verkrampft sich mir angesichts dieser Kanalpassage doch noch etwas der Magen: Der komplette Trip dauert etwa elf Stunden. In einem Treppensystem aus Schleusen geht es dabei in nur sieben Stufen einhundert Meter hinauf. Im Schnitt vierzehn Meter pro Schleuse, durch Kammern, die für Fracht- und Kreuzfahrtschiffe gemacht sind. &#8211; 24 Meter breit, 233 Meter lang. An den 15 Meter hohen Wänden gibt es keine Ringe, Pipes oder Poller. Mit Glück kann ich an einer Leiter längsseits gehen. Sonst stehen für „Pleasure Boats“ nur lange Leinen zur Verfügung, die an den Schleusenwänden herabhängen.<br />
Um Schleusen dieser Größe zu füllen, braucht es enorme Wassermassen. Damit das nicht ewig dauert, schießt das Wasser am Boden von beiden Seiten durch große Rohre und sorgt für Wirbel und Strömungen, die jeden Chaosforscher Jahrelang beschäftigen könnten. Als Minimum hat der Kanalbetreiber wegen dieser Stömungen auch eine dreiköpfige Crew vorgeschrieben. Mir werden zwei Segler als &#8220;Linehandler&#8221; zur Seite stehen, die ich hier im Hafen von Port Dalhousie kennengelernt habe.</p>
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		<title>Wider Erwarten wieder in Kanada</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Aug 2011 13:53:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Zwischennotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Delta Airlines]]></category>
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		<description><![CDATA[Port Dalhousie, Kanada &#8211; „Es gibt Dinge, die kann man nicht kaufen, für alles andere gibt es Mastercard“, lautet ein Werbespruch der Kreditkartenfirma. Zur ersten Kategorie gehört vermutlich die Frage: „Wo ist der Sommer?“, die in diesen Monaten immer wieder auf Facebook das Hamburger Wetter kommentiert. Die Antwort ist hier im kanadischen Port Dalhousie simpel: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Port Dalhousie, Kanada</strong> &#8211; „Es gibt Dinge, die kann man nicht kaufen, für alles andere gibt es Mastercard“, lautet ein Werbespruch der Kreditkartenfirma. Zur ersten Kategorie gehört vermutlich die Frage: „Wo ist der Sommer?“, die in diesen Monaten immer wieder auf Facebook das Hamburger Wetter kommentiert. Die Antwort ist hier im kanadischen Port Dalhousie simpel: <em>Er ist hier</em>! &#8211; Und Ihr könnt von mir aus gern reichlich davon abhaben.</p>
<div id="attachment_1869" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/IMG_0084.jpg" rel="lightbox[1868]"><img class="size-medium wp-image-1869" title="Port Dalhousie" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/IMG_0084-300x225.jpg" alt="Hafen Port Dalhousie am Lake Ontario" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Hafen Port Dalhousie am Lake Ontario</p></div>
<p>An Schlaf ist ab etwa sechs Uhr morgens nicht mehr zu denken, wenn die aufgehende Sonne den Morgennebel in schwülwarmen Dunst verwandelt. Bleiern milchig liegt der über dem See und wabert in kleinen Portionen über die Ufer und in den Hafen. Der erste Gang von Bord führt vorbei am duftenden Kaffeeautomaten zum Iced-Drinks-Automaten neben dem Hafenmeisterbüro. &#8211; Eistee für 1,25 Dollar die Dose heißt die Lösung, denn die eigene Kühlbox will schon seit Annapolis nicht mehr. Schon auf dem Weg in den Ausgabeschacht bilden sich dicke Perlen aus Kondenswasser auf dem kalten Metall.<span id="more-1868"></span></p>
<p>Aber ich will mich nicht beschweren über Temperaturen zwischen 27 und 32 Grad bei 70 bis 80 Prozent Luftfeuchtigkeit. Immerhin stehen mir die Tropen noch bevor, und da ist dies hier bestenfalls ein warmer Tag zum Eingewöhnen. Und überhaupt, ich bin wieder an Bord, wieder in Port Dalhousie, wieder in Kannada. Und das war gar nicht so einfach:</p>
<div id="attachment_1870" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/IMG_0081.jpg" rel="lightbox[1868]"><img class="size-medium wp-image-1870" title="Port Dalhousie Light" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/IMG_0081-300x225.jpg" alt="Leuchtturm von Port Dalhousie" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Leuchtturm von Port Dalhousie</p></div>
<p>Denn so ganz stimmt meine Feststellung, dass man den Sommer nicht per Kreditkarte bezahlen kann auch nicht. Mann kann ihn nicht in Hamburg kaufen, aber einen Flug zu ihm. Manchmal muss man für diesen Sommer dann allerdings noch ein weiteres mal mit seinem guten Namen bezahlen:</p>
<p>Obendrein gibt es dabei Abenteuer, die man so nur auf Reisen erleben kann. Beispielsweise, wenn man halb verschlafen vor dem Check-in der US-Fluggesellschaft Delta-Airlines am Züricher Flughafen steht und sich auf die Leier amerikanischer Paranoia vorbereitet. So willkommen ich mich bisher bei jeder Einreise per Boot vorkam, so unwillkommen scheint der Reisende in den Staaten zu sein, wenn er per Flugzeug das Land ansteuert. Schließlich ist dies der Weg für Ausländer, Terroristen, Verbrecher und überhaupt allen ungewöhnlichen Individuen. „Wer hat das Gepäck gepackt? Wo hat sich das Gepäck über Nacht befunden? Wem gehört der Inhalt? Haben Sie Dinge darin, die als Waffe dienen könnten? Wieso fliegen Sie als Deutscher über Zürich? Warum fliegen Sie nach Kanada? Warum über New York? &#8230;“ Viele Fragen, die ich einem deutschen Grenzbeamten vermutlich zum Teil mit einem forschen „Warum wollen Sie das wissen?“ quittieren würde. Es sind persönliche Fragen, auf die ich von einem amerikanischen Customs and Border Protection Officer gefasst wäre, für den einfachen Angestellten einer Fluggesellschaft gehen sie zu weit. Ihm muss genügen, dass ich einsteigen will, weil ich dafür bezahlt habe. Weil mir seine Gesellschaft ein Flugticket verkauft hat, um mich von A nach B zu bringen.</p>
<p>Aber ich will mit, also muss ich mitspielen und gute Miene zu meinen unguten Gedanken machen. Von meiner Freundin erzählen, die in Zürich wohnt, von meinem Job, der mich um die Welt führt und von meiner Reise, die für ihn unwirklich und fremd zu klingen scheint. Es sind keine Geheimnisse, nur Dinge, die ich hier im Web ohnehin jedem mitteile. Nur mit dem Unterschied, dass ich hier freiwillig entscheide, was ich preisgebe und es dort in einem Verhör kundtun muss.</p>
<p>Meine Geschichte bietet viel Raum für seine Suche nach Unstimmigkeiten und es beginnt sogar Spaß zu machen. Meine Antworten: Ja, nein, weil &#8230; Keine Information mehr, als gefragt wurde. Mit jeder weiteren Frage werden die Antworten präziser. Ich habe Zeit, der Flug geht erst in zweieinhalb Stunden.</p>
<p>Die Überraschung folgt ganz zum Schluss. Vielleicht als „Rache des kleinen Mannes“, vielleicht, weil er mein Leben nicht verstehen kann, vielleicht auch einfach nur, weil meine Geschichte in kein Kapitel seines Handbuchs passt: „Nun noch eines: Sie haben keinen Rückflug gebucht, warum?“</p>
<p>„Ich habe das Boot in Kanada und werde damit das Land wieder verlassen.“</p>
<p>„Können Sie das beweisen?“</p>
<p>„Wie könnte ich das beweisen?“</p>
<p>„Ich brauche ein Dokument, das beweist, dass Sie dort ein Boot haben und damit ausreisen.“</p>
<p>„Was für ein Dokument wäre das?“</p>
<p>„Unterlagen, die Sie bei der Einreise bekommen haben zum Beispiel.“</p>
<p>„Man bekommt in Kanada keine Dokumente bei der Einreise ausgestellt. Nur den Stempel in den Pass (ich zeige auf das Büchlein in seinen Händen) und eine Registriernummer. Die wird nur diktiert und man muss sie sich selbst notieren.“ Der handschriftliche Eintrag in meinem Notizbuch macht erwartungsgemäß wenig Eindruck auf ihn.</p>
<p>„Kein Papier vom Zoll?“</p>
<p>„Nein.“</p>
<p>Gegenüber weiten sich die Pupillen, „Einen Moment bitte“. Er verschwindet, spricht mit jemandem, kommt zurück. Mit der Miene eines Jägers, der den größten Elch seines Lebens erlegt hat, sagt er: „Mein Supervisor meint, wir können Sie unter diesen Umständen nicht in die Maschine lassen.“ Das Gesicht spricht Bände: „Erwischt, hopsgenommen, aufgeflogen, Deine Geschichte stinkt und ich habe Dich zur Strecke gebracht.“ Und ich bin lange genug in den USA unterwegs, um zu wissen, dass das Urteil eines „Supervisors“ nicht in Frage zu stellen ist.</p>
<p>Das Blatt wendet sich. „Warum?“ kommt jetzt von mir. Seine Erklärung zeigt die Welt aus der Sicht eines Amerikaners, der im Auftrag seiner Firma in Zürich leben darf und mit vorauseilendem Gehorsam dem Großen Bruder in der Heimat keinen Anlass zu Beschwerden geben möchte. Ich verstehe das, diese Art Jobs sind rar: „Es könnte ja sein, dass Ihnen die Einreise verwehrt wird und dann müsste Delta Airlines Sie auf eigene Kosten wieder zurückbringen.“</p>
<p>„Ich könnte mir dann auch dort ein Ticket kaufen. Aber warum sollte man mir die Einreise überhaupt verwehren?“</p>
<p>„Dafür kann es viele Gründe geben. Wenn Sie heute mitfliegen wollen, müssen Sie jetzt ein Rückflugticket kaufen. Wir erstatten Ihnen das Geld, wenn Sie einreisen dürfen.“</p>
<p>Der Ton ist deutlich, lässt keinen Raum für Verhandlungen und ich muss heute einsteigen. Also nicke ich bedächtig: „Ok, ein Ticket in die USA müsste dann aber genügen. Ich habe in meinem Pass ein Visum für die Staaten.“</p>
<p>„Auch mit einem Visum brauchen Sie ein Rückflugticket aus den USA.“</p>
<p>„Es ist ein Class I-Visum und berechtigt mich, mich im Rahmen meiner Arbeit ununterbrochen bis 2015 in den USA zu bleiben.“</p>
<p>„Trotzdem bräuchten Sie für die Einreise ein Rückflugticket“</p>
<p>„Verstehe, für 2015 &#8230;&#8221;</p>
<p>Um es vorwegzunehmen: Der kanadische Grenzbeamte ist fast vom Stuhl gefallen, als ich ihm etwa zwölf Stunden später diese Geschichte erzählt habe: „Was sollen wir denn machen? Ihnen verbieten, Ihr Boot abzuholen? Der Officer hat bei Ihrer letzten Einreise im Computer notiert: Bis Anfang August Reise nach Europa. Geplante Route anschließend Richtung Lake Michigan zur Ausreise mit Boot in die USA im September.“</p>
<div id="attachment_1871" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/IMG_0087.jpg" rel="lightbox[1868]"><img class="size-medium wp-image-1871" title="Flugticket Toronto-Zürich" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/IMG_0087-300x225.jpg" alt="Flugticket Toronto-Zürich" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Flugticket Toronto-Zürich</p></div>
<p>Bei Delta-Airlines hingegen war man unbeeindruckt von Beteuerungen, besteht darauf Dokumente zu sehen, die es schlicht nicht gibt. Keine Ausnahme auch am Ticket-Schalter, zu dem ich geleitet werde, denn „ich mache nicht die Regeln, ich muss sie nur befolgen“.</p>
<p>Das Ende vom Lied ist ein One-Way Ticket für den Folgetag. Ausgestellt von Delta Airlines für einen Flug mit Air France, zahlbar in 4.583 Kanada Dollar, 3.794 Schweizer Franken, rund 3.200 Euro! &#8211; Bleibt nur zu hoffen, dass die Rückbuchung auf die Karte vor der Abbuchung vom Bankkonto meiner Freundin erfolgt. Denn meine Mastercard scheiterte bereits am Tageslimit. Man kann eben tatsächlich nicht alles kaufen &#8230;</p>
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		<title>Die Barfußroute gibt es nicht mehr</title>
		<link>http://hinnerk-weiler.de/blog/2011/07/28/die-barfusroute-gibt-es-langst-nicht-mehr</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Jul 2011 19:27:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Reisevorbereitungen]]></category>
		<category><![CDATA[Golf von Aden]]></category>
		<category><![CDATA[ISAF]]></category>
		<category><![CDATA[Piraten]]></category>

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		<description><![CDATA[Ende 2008 habe ich meine Ziele für die Weltreise zur Route zusammengebaut und etwa eine Minute nach dem ich &#8220;Fertig&#8221; sagte, kam die erste Frage: &#8220;Und was ist mit Afrika&#8221;.  Damals witzelte ich kurzerhand: &#8220;Hebe ich mir für die Rente auf&#8221;. Die spontane Antwort sollte damals wie heute ein wenig kaschieren, dass mir eine Passage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1825" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/07/20101115-175949.jpg" rel="lightbox[1824]"><img class="size-medium wp-image-1825" title="Piratenschiff im Fernrohr" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/07/20101115-175949-300x200.jpg" alt="Piratenschiff im Fernrohr" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Segel am Horizont sind als leichte Beute zwischendurch wieder zunehmend interessant für Piraten geworden</p></div>
<p>Ende 2008 habe ich meine Ziele für die Weltreise zur Route zusammengebaut und etwa eine Minute nach dem ich &#8220;Fertig&#8221; sagte, kam die erste Frage: &#8220;Und was ist mit Afrika&#8221;.  Damals witzelte ich kurzerhand: &#8220;Hebe ich mir für die Rente auf&#8221;.</p>
<p>Die spontane Antwort sollte damals wie heute ein wenig kaschieren, dass mir eine Passage angesichts der Piraterie im westlichen Indischen Ozean und am Horn von Afrika entlang schlicht zu gefährlich erscheint.</p>
<p>Das mehr oder weniger offizielle Ende der Barfußroute wurde auch von der International Sailing Federation (ISAF) mit klaren Worten untermauert in einer deutlichen Warnung steht in deren „Consolidated Guidance Notice to Yachts. Piracy in Gulf of Aden“ in großen roten Lettern: &#8220;<strong>Bleibt dem gesamten Gebiet fern!</strong>&#8220;.<span id="more-1824"></span></p>
<div id="attachment_1826" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/07/20101115-180815.jpg" rel="lightbox[1824]"><img class="size-medium wp-image-1826" title="Pirat" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/07/20101115-180815-300x200.jpg" alt="Pirat mit Pistole" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Kein Raum für Romantik: Genau wie früher sind Piratenopfer auch heute in höchster Lebensgefahr </p></div>
<p>Schon fast bedauerlich ist es dann, dass die ISAF im gleichen Dokument Tipps für Segler gibt, die trotz dieser Aussage in das Gebiet fahren wollen. Besser wäre es, an dieser Stelle einen klaren Strich zu ziehen: <strong>Jeder, der sich, sein Schiff und vor allem seine Crew dieser Gefahr aussetzen will, sollte mit dieser Verantwortungslosigkeit allein gelassen werden!</strong> Denn auch, wenn es für viele Crews ein harter und langer Weg ist, die einzige gangbare Route um die Welt führt derzeit um Südafrika herum und bedeutet einen langen Schlag von Australien nach Kapstadt zu unternehmen. Die einzige Alternative dazu ist heute die eigene Yacht als Deckslast zu verschiffen und ein Flugzeug zu besteigen. Nur auf diese Weise können Skipper von den Anstrengungen diverser Militärmächte profitieren, die das Piratenproblem am Golf von Aden und den angrenzenden Revieren einzudämmen versuchen. Denn Yachten sind zu langsam und zu klein dafür. Sie sind innerhalb von Minuten besetzt und können daher verständlicherweise kaum auf den Schutz von Kriegsschiffen setzen. Die konzentrieren sich nur auf die Sicherung der kommerziellen Schifffahrt, wie auch das ISAF Dokument beschreibt:</p>
<blockquote><p><strong>The bottom line for yacht skippers who might be considering a transit of the area including the Gulf of Aden is simple:</strong></p>
<ul>
<li>Do not sail in the Indian Ocean, Arabian Sea, Somali Basin and Gulf of Aden.</li>
<li>The Self Protective Measures for commercial shipping are not effective on Yachts.</li>
<li>There is no extra safety by travelling in groups although there might be psychological comfort.</li>
<li>The threshold of violence that the pirates deliver is increasing (including torture and murder).</li>
<li>Yachts are very low and very slow; pirates do consider them as viable prey as they are vulnerable and easy to board and control.</li>
<li>If kidnapped, you do not have the same release options as Commercial companies; someone is going to have to find the money.</li>
<li>If you absolutely must transit through the GoA, use the IRTC reporting to UKMTO and MSCHOA, described above.</li>
</ul>
<p><em>Quelle: <a title="PDF-Download von www.sailing.org (ISAF Hoempage)" href="http://www.sailing.org/tools/documents/20110726REVISEDPIRACYGUIDELINESFORRECREATIONALCRAFT-%5B10914%5D.pdf">ISAF &#8211; Consolidated Guidance Notice to Yachts. Piracy in Gulf of Aden</a> (UPDATED 27June 2011)</em></p></blockquote>
<p>Verständlich muss diese Konzentration auf Frachtschiffe sein, weil die Region, die es zu sichern gilt, in ihrer Ausdehnung etwa doppelt so groß ist, wie Europa. Verständlich ist es, weil der Frachtverkehr von Europa nach Asien kaum brauchbare Alternativen zu einer Route durch den Suezkanal hat. Verständlich ist es aber vor allem, weil wir Segler kaum nennenswerte Gründe haben, uns überhaupt dort zu befinden. Einzig die Bequemlichkeit der Barfußroute und der „Wille die Welt zu umsegeln“ könnten als Rechtfertigung für diesen Beinahe-Suizidversuch geltend gemacht werden. Beides steht jedoch in keinem Verhältnis zu dem Risiko einer Passage. Wenn man betrachtet, mit welchem Aufwand moderne Yachten sonst gegen alle erdenklichen Unfälle gesichert werden, wirken diese Vorkehrung für einen Seenotfall mit Notproviant, Seenotsender und Rettungsinsel, geradezu schizophren bei Erwägung einer Passage durch die Gebiete im westlichen indischen Ozean und Golf von Aden.</p>
<p><em><strong>Für mich steht die Wahl meiner Route als Weltreise anstelle einer Weltumsegelung fester denn je zuvor.</strong></em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Muss man haben! &#8211; Alfa-USB-Karte</title>
		<link>http://hinnerk-weiler.de/blog/2011/07/13/muss-man-haben-alfa-usb-karte</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Jul 2011 11:11:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[FAQ]]></category>
		<category><![CDATA[Internet an Bord]]></category>
		<category><![CDATA[Muss man haben]]></category>
		<category><![CDATA[Wlan an Bord]]></category>

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		<description><![CDATA[Kleinigkeiten, die das Leben an Bord vereinfachen, gibt es zuhauf. Unter dem Stichwort &#8220;Muss man haben!&#8221; stelle ich nach und nach einige hilfreiche Gimmicks und große Erleichterungen an Bord vor. Internet, Wasser, Einkaufsmöglichkeit, die wichtigsten Anforderungen an einen Anker-/Liegeplatz für Langfahrtsegler lassen sich etwa so zusammenfassen. Trotz zunehmender Geschwindigkeiten im Mobilfunk bleibt ein WLAN-Zugang der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Kleinigkeiten, die das Leben an Bord vereinfachen, gibt es zuhauf. Unter dem Stichwort &#8220;Muss man haben!&#8221; stelle ich nach und nach einige hilfreiche Gimmicks und große Erleichterungen an Bord vor.</strong></em></p>
<div id="attachment_1812" class="wp-caption alignleft" style="width: 169px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/07/MG_7311.jpg" rel="lightbox[1810]"><img class="size-medium wp-image-1812 " title="Computer an Bord" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/07/MG_7311-199x300.jpg" alt="Arbeiten am Notebook an Bord" width="159" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Internet an Bord</p></div>
<p>Internet, Wasser, Einkaufsmöglichkeit, die wichtigsten Anforderungen an einen Anker-/Liegeplatz für Langfahrtsegler lassen sich etwa so zusammenfassen.</p>
<p>Trotz zunehmender Geschwindigkeiten im Mobilfunk bleibt ein WLAN-Zugang der kostengünstigste Weg ins Internet. Zumindest, wenn er vom Hafenbetreiber, den Gemeinden oder umliegenden Gaststätten frei angeboten wird. Große Bilder oder Videodaten vom Törn lassen sich damit am besten auf die eigene Webseite laden und das Seglertelefon Skype hält Daheimgebliebene auf dem Laufenden.</p>
<p>Leider sind aber viele Hafenbetreiber auch 2011 noch in dem Glauben, Internetzugänge seinen ungewöhnlicher Luxus, der sich mit Extragebühren bis über 20 Euro abrechnen ließe. Wenn der <span id="more-1810"></span>zugrundeliegende DSL-Anschluss pro Monat weniger kostet, ist das sicher nicht mehr zeitgemäß!</p>
<p>Dem Otto-Normal-Skipper bleibt dennoch nur entweder die Kreditkarte zu zücken, kriechend langsam seinen Film per Handy hochzuladen oder den Bordcomputer aufzurüsten: Zum Beispiel mit einer Alfa.</p>
<div id="attachment_1811" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><img class="size-medium wp-image-1811 " title="Alfa Netzwerkkarte" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/07/alfa-300x300.jpg" alt="Produktbild ALFA USB-Netzwerkkarte auf Paulinchen für WLAN an Bord" width="240" height="240" /><p class="wp-caption-text">Deutlich besseres WLAN an Bord dank USB Netzwerkkarte mit Verstärker (Herstellerfoto)</p></div>
<p>Seit einigen Monaten verrichtet so eine USB-Netzwerkkarte an Bord ihren Dienst. Per Kabel an eine freie USB-Schnittstelle angeschlossen klemmt sie bei mir dabei meist einfach an der Sprayhood. Als weitere Netzwerkkarte im Laptop entdeckt sie dank ihres Verstärkers und der etwa 10 cm langen Antenne zahlreiche Netzwerke, die der im Computer eingebauten Karte verborgen blieben.</p>
<p>Der Erfolg bei der Suche nach frei zugänglichen Netzen ist allerdings wohl revierabhängig. Die besten Ergebnisse hatte ich klar in den USA, wo sich die <del>Sorglosigkeit</del> Offenherzigkeit der Amerikaner zeigt. Seit dem ersten Anschluss verging hier kaum ein Tag ohne WLAN an Bord. Egal, ob am Anker mitten auf einem See oder zwischen etlichen Masten versteckt in einer Marina, meist standen sogar gleich mehrere offene Accesspoints zur Auswahl.<em>*)</em></p>
<p>In Europa fällt die Ausbeute an diesen ungesicherten Netzwerken deutlich geringer aus. Als Verstärker ist sie aber auch dann extrem hilfreich, wenn das hafeneigene Netzwerk nur schwach oder ohne Alfa gar nicht an Bord ankommt. Angesichts eines kleinen Preises von unter 40 Euro bekommt die Alfa von mir daher auch in diesen Revieren ein klares: <em>Must have</em>!</p>
<p><em>*) ACHTUNG: Das unerlaubte Einklinken in ungesicherte private Netze kann in einigen Ländern verboten sein. Außerdem wird der eigene Rechner in diesem Moment Teil des Netzwerkes. Das bedeutet, dass aus dem verbundenen Netzwerk heraus auch auf Ihren Computer zugegriffen werden kann. Freigaben von Ordnern und Netzwerkdienste sollten daher vor jeder Verwendung eines fremden Netzwerkes unbedingt abgeschaltet sein!</em></p>
<p>Zahlreiche Anbieter für die Netzwerkkarte finden sich Beispielsweise auf der Händlerplattform Amazon. <em>Direkt zur Produktsuche: <a title="Produktsuche nach: &quot;alfa networks wlan&quot;" href="http://www.amazon.de/s?ie=UTF8&amp;index=blended&amp;field-keywords=alfa%20networks%20wlan" target="_blank">http://www.amazon.de/s?ie=UTF8&amp;index=blended&amp;field-keywords=alfa%20networks%20wlan</a></em></p>
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		<title>Ein Jahr in sechzigtausend Tagen</title>
		<link>http://hinnerk-weiler.de/blog/2011/07/11/ein-jahr-in-sechzigtausend-tagen</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 09:32:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zwischennotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtstag]]></category>
		<category><![CDATA[Neptun]]></category>
		<category><![CDATA[Off-Topic]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne & Planeten]]></category>

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		<description><![CDATA[Was den frühen Griechen Poseidon war, ist den Römern Neptun gewesen. 165 Jahre hat der äußerste Planet des Sonnensystems benötigt, bis er am morgigen Dienstag zum ersten Mal wieder den Ort seit seiner Entdeckung erreicht. Wer auch immer dort oben morgen Geburtstag feiert. &#8211; Herzlichen Glückwunsch. Mal wohlgesonnen, dann wieder schlechtgelaunt hat Neptun als Gott [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Was den frühen Griechen Poseidon war, ist den Römern Neptun gewesen. 165 Jahre hat der äußerste Planet des Sonnensystems benötigt, bis er am morgigen Dienstag zum ersten Mal wieder den Ort seit seiner Entdeckung erreicht. Wer auch immer dort oben morgen Geburtstag feiert. &#8211; Herzlichen Glückwunsch.</strong></em><br />
Mal wohlgesonnen, dann wieder schlechtgelaunt hat Neptun als Gott des Meeres und der Fließgewässer das Schicksal der alten Seefahrer beeinflusst wie kein anderer. Die Ehrfurcht vor den durch ihn gelenkten Wellen, Seeungeheuern und Stürmen hat sich bis heute als Tradition <span id="more-1806"></span>überliefert. Auf vielen Yachten geht daher auch im Jahre 2011 der erste Schluck jeder an Bord geöffneten Falsche Alkohol als „Neptuns Schluck“ über die Bordwand.</p>
<div id="attachment_1807" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/07/PIA01142.jpg" rel="lightbox[1806]"><img class="size-medium wp-image-1807" title="Neptune -c- NASA" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/07/PIA01142-300x276.jpg" alt="Voyager 2 Aufnahme der Stürme auf dem Neptun " width="300" height="276" /></a><p class="wp-caption-text">Neptun - Ein Jahr in sechzigtausend Erdenjahren/(Foto: NASA)</p></div>
<p>Weniger Aberglauben als Wissenschafft ließ Neptun als Planeten anfangs allerdings nur als Zahlenspiel der Mathematiker existieren. Abweichungen von einer 1821 durch Alexis Bouvard veröffentlichten Berechnung der Umlaufbahn des Uranus zeigten, dass die Masse eines weiteren achten Planeten existieren müsse. Den hatte zwar zweihundert Jahre früher bereits Galileo Galilei entdeckt, der hielt ihn aber aufgrund einer ungünstigen Konstellation für einen Jupitermond oder Fixstern. Neptuns endgültige Entdeckung wird daher 1846 den Bemühungen des Mathematikers Le Verrier und in zweiter Linie dem Astronomen Johann Galle zugesprochen. Letzterer hatte zu leichtes Spiel anhand der bis auf einen Grad genauen Vorausberechnung Neptuns Existenz zu bestätigen. Der achte Planet im Sonnensystem ist damit der erste Planet, der nicht durch Suche am Nachthimmel oder zufällige Beobachtung, sondern durch systematische Berechnungen entdeckt wurde.</p>
<p>Die ersten hochauflösenden Bilder des 4,5 Milliarden Kilometer entfernten Planeten lieferte 1989 die US-Raumsonde Voyager 2. Im Vorbeiflug gelang ihr dabei auch zum ersten Mal eine genauere Bestimmung seiner Atmosphäre. Anders als die Erde ist der Planet ein Gasriese. Seine blaue Farbe gründet sich dadurch nicht auf riesige Meere, sondern entsteht durch den Methangehalt in seiner Atmosphäre. Dennoch hätte für Neptun kaum ein passenderer Name gewählt werden können.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Koje Frei am 18.7. im Haus des Sports</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jul 2011 13:06:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zwischennotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
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		<category><![CDATA[Vortrag]]></category>

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		<description><![CDATA[Hamburg &#8211; Einen ungewöhnlichen Törn von den Hamburger Landungsbrücken in den Pazifik hatte ich mir für die nächsten Jahre vorgenommen. Inzwischen zum zweiten Mal in Kanada angekommen, wird es Zeit für einen Zwischenbericht. Dank der spontanen Unterstützung des ASV Hamburg findet der erste &#8220;Koje Frei Vortrag&#8221; am 18.7. um 19:30 in Hamburg statt. Trotz des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1796" class="wp-caption alignleft" style="width: 222px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/04/plakat_ASV_pic.jpg" rel="lightbox[1802]"><img class="size-medium wp-image-1796" title="Vortrag am 18.7. im Haus des Sports" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/04/plakat_ASV_pic-212x300.jpg" alt="Link zum Koje frei bis Feuerland Vortrag am 18.7.2011 19.30 im Haus des Sports" width="212" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Vortrag am 18.7. im Haus des Sports - PDF Download</p></div>
<p>Hamburg &#8211; Einen ungewöhnlichen Törn von den Hamburger Landungsbrücken in den Pazifik hatte ich mir für die nächsten Jahre vorgenommen. Inzwischen zum zweiten Mal in Kanada angekommen, wird es Zeit für einen Zwischenbericht. Dank der spontanen Unterstützung des ASV Hamburg findet der erste &#8220;Koje Frei Vortrag&#8221; <strong>am 18.7. um 19:30 </strong>in Hamburg statt. Trotz des kurzen Vorlaufs und der Urlaubszeit hoffe ich natürlich viele Interessierte dort begrüßen zu können.</p>
<p>Zu sehen und hören gibt es: Bilder, kurze Videos und ganz persönlich die Geschichten aus zwei Jahren unter Segeln zwischen Finnland und den Bahamas. Der Vortrag richtet sich gleichermaßen an Segler, als auch an Nichtsegler.</p>
<p><strong>Termin: 18. Juli 2011, 19:30 Olympiasaal im Haus des Sports</strong>. (Mit dem Auto: Schäferkampsallee 1 / Per U3, U2 und Bussen: U-Schlump) Eintritt 15 Euro an der Abendkasse. (VK 12 EUR unter vortraghh@hinnerk-weiler.de, 0170 416 98 17).</p>
<p><strong>Weiterer Termin:</strong> Sie haben keine Zeit den Vortrag in Hamburg zu sehen, weil sie gerade im dänischen Kattegat oder Limfjord segeln? Wie praktisch! Den Vortrag gibt es am 21. Juli um 19.15 Uhr im dänischen Fjerritslev. Dort in englischer Sprache! Eintritt 60 Dän.Kronen. Kino Fjerritslev (<a title="Anfahrt und Kontak" href="http://www.fjerritslev-kino.dk/">www.fjerritslev-kino.dk</a>) -</p>
<p>Den Bericht ohne weite Anreise erleben? Ich freue mich, auch in Ihrem Verein, Club oder auch auf Veranstaltungen in Ihrer Firma von meiner Reise zu erzählen. Schicken Sie mir einfach <a title="Impressum" href="../impressum">eine Mail</a>.<strong> </strong></p>
<p><strong>Weitere Vorträge sind erst wieder im kommenden Januar/Februar möglich.</strong> Termine finden sie (dann auch etwas frühzeitiger) an dieser Stelle oder direkt in ihrem Postfach: Einfach den <a title="Newsletter" href="http://hinnerk-weiler.de/blog/newsletter">Newsletter</a> bestellen.</p>
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		<title>See you later</title>
		<link>http://hinnerk-weiler.de/blog/2011/06/24/see-you-later</link>
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		<pubDate>Fri, 24 Jun 2011 16:42:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Port Credit, Ontario &#8211; Die Ansage war vielversprechend: Live Aboard Community, Travellift, Platz an Land und weil etwas außerhalb von Toronto gelegen auch sogar bezahlbar. Also hieß das Ziel seit dem Aufbruch in den Eriekanal „Toronto“. Ein bisschen wurde das mit einem lang betonten ersten „o“ und einem ebenso lang gerollten „r“, Schleuse für Schleuse, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_1768" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><strong><strong><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/20110617-094123.jpg" rel="lightbox[1757]"><img class="size-medium wp-image-1768" title="The Ditch" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/20110617-094123-300x200.jpg" alt="Kanalstück im Erie-Kanal. 40 Meilen fast ununterbrochen gerade aus." width="300" height="200" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Einzige Abwechslung auf einigen Kanalstrecken: Stündlich eine Brücke </p></div>
<p><strong>Port Credit, Ontario &#8211; Die Ansage war vielversprechend: Live Aboard Community, Travellift, Platz an Land und weil etwas außerhalb von Toronto gelegen auch sogar bezahlbar. Also hieß das Ziel seit dem Aufbruch in den Eriekanal „Toronto“. Ein bisschen wurde das mit einem lang betonten ersten „o“ und einem ebenso lang gerollten „r“, Schleuse für Schleuse, zum Mantra.</strong><br />
<strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Toooorrrrrrronto!</strong> Ich sage es beim Aufstehen, nach dem Frühstück, jedes Mal, wenn sich Schleusentore knarrend vor mir öffnen. Ein bisschen klingt es nach dem entscheidenden Tor bei einem Fußballmatch.</p>
<div id="attachment_1760" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/20110613-101511.jpg" rel="lightbox[1757]"><img class="size-medium wp-image-1760" title="Mohawk-River" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/20110613-101511-300x200.jpg" alt="Hohe Berge entlang des Erie Kanals in den südlichen Airondeck Mountains, New York, USA." width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Schleuse für Schleuse hangelt sich der Kanalfahrer auf über 100 Höhenmeter hinauf</p></div>
<p>Den Anfang des Kanals bildet der Mohawk River und „The Flight“. Sechs Schleusen in Folge, jede zwischen fünf und sieben Metern Hub. Dahinter ist die Küste endgültig vergessen. Häuser stehen auf einmal direkt am Wasser, nur einen halben Meter über dem Fluss. Keine schützenden Deiche, keine Warften. Niemand mit Bezug zum Meer würde so bauen. Aber Hochwasser kommt hier nicht als Sturmflut. Wenn es weiter oben auf dem Fluss zu viel regnet, wird der Mohawk lediglich schneller. Die Schleusenwärter schließen dann ihre Tore und öffnen die Wehre. Das Wasser rauscht die Kanalstrecke an diesen Tagen manchmal mit über fünf Knoten durch die südlichen Airondeck Mountains. Im Normalfall dauert ein „Flooding“ drei oder vier Tage. Anschließend rücken die Boote der Kanalgesellschaft aus. Tonnen werden wieder an die richtige Stelle gesetzt und die größten Äste und Baumstämme aus dem Wasser gefischt. Nach etwa einer Woche sind die 30 Schleusen zwischen Waterfort und Oswego wieder frei befahrbar. <span id="more-1757"></span></p>
<div id="attachment_1765" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/20110616-154155.jpg" rel="lightbox[1757]"><img class="size-medium wp-image-1765" title="Wasserfall" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/20110616-154155-300x200.jpg" alt="Wasserfall am Erie Kanal in den südlichen Airondecks in New York" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Wasserfall am Erie-Kanal</p></div>
<p>So ein Flooding hatte ich im vergangenen Herbst erlebt. Dieses Mal ist Petrus allerdings gnädig gestimmt. Leichter Regen lässt den Kanal an einigen Tagen mit einem halben Knoten gegen an fließen, zu merken ist das nur auf dem GPS.<br />
Die ersten beiden Tage verbringe ich in bekanntem Revier. Bis Canajohaire bin ich den Biegungen des Mohawk Rivers bereits 2010 gefolgt. Wenige Meilen weiter besinnt sich der Kanal auf die Bedeutung einer künstlich geschaffenen Wasserstrecke. Meile um Meile geht „The Ditch“, der Graben, hier geradeaus. Alle ein oder zwei Stunden eine Biegung gegen die aufkommende Langeweile. Mal 15 Grad nach rechts, dann nach links, geradeaus.</p>
<p>Was bleibt, ist das Ufer. Der dichte Dschungel, der den Wasserwegs schon kurz hinter Waterford zwischen den kleinen Städten und Dörfern umschloss. Eindrucksvolle Kulissen lauerten hinter jeder Flussbiegung: Bewaldete Berge aus Schichten in grün, die sich irgendwo hoch oben in ein dunstiges blasses Blau verloren.</p>
<p>Die undurchdringliche grüne Mauer ist geblieben, ihre Kulisse allerdings ist verschwunden. „Oben“ angekommen fehlen im Hintergrund hervorschauende Hügel. Sehnlich wünscht man sich, den Blick auf ein fernes Ziel richten zu können. Doch wie die Leitplanke einer Autobahn flankiert das Grün den geraden Strich aus Wasser, der sich irgendwann am Horizont in Nichts auflöst. &#8211; Jede ereignislose Stunde auf diesem Kanalstück lässt das Mantra etwas lauter werden und beschwört das Ziel, näher zu kommen: <strong>„Toooorrrrronto!“</strong></p>
<div id="attachment_1763" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/20110616-141206-Bearbeitet.jpg" rel="lightbox[1757]"><img class="size-medium wp-image-1763" title="Graureiher" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/20110616-141206-Bearbeitet-300x200.jpg" alt="Graureiher mit Beute am Erie-Kanal" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Die Natur hat entlang des Kanals viel Interessantes zu bieten</p></div>
<p>Die Stopps für die Nacht bilden Schleusen. Liegegeld wird an deren Mauern nicht fällig.  Meist liegt man in unmittelbarer Nähe zu einer Güterzuglinie oder dem New York Thruway. Der nutzt ebenfalls das Flusstal für seine drei oder vier Fahrspuren pro Richtung. Den Lärm von Auto- und Eisenbahn nimmt man allerdings schon bald nicht mehr wahr, wenn den ganzen Tag lang der eigene Dieselmotor rattert.</p>
<p>Trotzdem stoppe ich hinter Schleuse 23 einfach nur, weil es hier nichts gibt. Das Wasser: glasklar. Das trübe, modderige Braun von Hudson und Mohawk River ist längst vergessen. Die Klangkulisse bilden Insekten, die in einem Meter Entfernung vorbeisummen. Keinen Gedanken verschwende ich an Güterzüge und Autobahnen.</p>
<p>Dann beginnt das Blitzen im Wald. Einige, bald etliche, dann hunderte kleiner Punkte blitzen zwischen den schwarzen Silhouetten der Pinien durch die werdende Nacht. Verhängnisvoll wird es, wenn so ein Glühwürmchen unachtsam zu dicht über der Wasseroberfläche aufblitzt. Sofort schießt ein armdicker Fisch einen halben Meter hoch aus dem Wasser. Nur das beinahe ohrenbetäubende Platschen in dieser Stille überdeckt sein vermutlich genüssliches Schmatzen.</p>
<p>Ortschaften sind selten an der Kanalroute. Und wenn doch liegen sie entweder zwischen den Schleusen oder sind typisch amerikanische „Villages“. Rechteckige Schachbrettmuster mit gepflegten Vorgärten, halbwegs einheitlichen Häusern und einem aufblasbaren Pool vor der Veranda. Landleben wie bei den „Sims“. In einem dieser Dörfer treffe ich zwei Boote aus Brasilien. „Wir wären gern länger im Kanal geblieben, aber wo soll man bleiben? Es sieht überall gleich aus“, fasst Angela zusammen. Nebenbei erfahre ich, wie leicht ich es doch mit meinem Cruising Permit habe. Wo ich genervt in jedem Zollbezirk telefonisch Meldung machen muss, müssen sie jedes Mal komplett neu einklarieren.</p>
<div id="attachment_1766" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/20100620-225815.jpg" rel="lightbox[1757]"><img class="size-medium wp-image-1766" title="Oswego Schleuse 8" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/20100620-225815-300x225.jpg" alt="Blick vom Leuchtfeuer der letzten Schleuse des Oswego-Kanals auf den Lake Ontario" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Letzte Schleuse im Oswego-Kanal</p></div>
<p>Nach sieben Tagen mache ich in Oswego zum letzten Stopp im Kanal fest. Nur noch zwei Stahltore und eine Schleusenkammer trennen mich vom Lake Ontario. <strong>Tooorrrrrronto!</strong></p>
<p>Der letzte Tag im „Free Dock“ wird kompliziert. In Charleston wurde mir bei der Einreise keine „weiße Karte“ gegeben. Die Custom Border Protection erwägt, mir einen Officer zu schicken, damit er mir schnell diese lebenswichtige Karte geben kann. Darauf befindet sich eine Nummer, die ich bei der Ausreise angeben muss. Für die Telefonkraft bin ich aber offenbar eh schon ein illegaler Einwanderer, da ich schon länger als 90 Tage in den Staaten bin und behaupte, mein Stempel im Pass habe kein Ablaufdatum. Fast eine Stunde vergeht am Telefon, bis ich einen „Supervisor“ am Ohr habe. „Alles Blödsinn, Journalistenvisa haben nie ein Datum, Aufenthaltsdauer und Einreise sind OK, den Fehler hat der Kollege in South Carolina gemacht, wenn Sie wiederkommen achten sie bitte darauf, eine Karte zu bekommen, gute Fahrt“. &#8211; Ganz amerikanisch bleibt mir nur: „thank you, see you later“. Gleichmaßen verabschiedet es den Beamten und das ganze Land.</p>
<p>Die letzte Schleuse passiere ich am nächsten Vormittag. Dahinter wieder Reisen nach Zahlen: Die Route besteht aus einem Wegpunkt in 130 Meilen, auf 273 Grad. Quer über den ersten der Great Lakes. Meine Rechnung: Mittags los, am frühen Nachmittag ankommen. Mir ist mulmig und ich bin schlechtgelaunt. Mulmig, angesichts einer 23 Stunden langen Motorfahrt. Zum ersten Mal muss ich mich dabei vollkommen auf den Yanmar verlassen, der unter der „Treppe“ seinen Dienst tut. Mehr als eine Sichtkontrolle, frisches Öl und gutem Zureden kann ich vor der Abfahrt nicht für ihn tun. Fällt die Maschine aus, wird es ungemütlich. Schnell dürfte sich Paulinchen dann quer zu den Seen legen und von einer Seite zur anderen wanken. Mit jedem Wellenberg dabei einwenig mehr die Verspannung meiner Deckslast lockern. Ich vermisse auf diesem Trip eine „Doppelte Sicherheit“, einen Plan B, den man als Einhandsegler eigentlich immer im Hinterkopf parat hat. Aber der Mast bleibt an Deck verzurrt liegen. Und das ist auch der Grund für die sinkende Laune: Bei etwa drei Beaufort achterlichem Wind wären mir 70 ziehende Quadratmeter Parasailor jetzt lieber, als die eingeplanten 50 Liter schiebenden Diesels.</p>
<div id="attachment_1767" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/20100621-230144.jpg" rel="lightbox[1757]"><img class="size-medium wp-image-1767" title="Aufziehende Warmfront" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/20100621-230144-300x200.jpg" alt="Unter Motor auf dem Lake Ontario. Eine aufziehende Warmfront bringt eine Lange gewittrige Nacht." width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Lake Ontario - geradeaus für 24 Stunden.</p></div>
<p>Der Motor macht einfach seinen Job. Kein Knurren, kein Stottern. Einfach ein unendliches, lautes und konstantes Brummen. In Zahlen: 2700 Umdrehungen, 80 Prozent Nenndrehzahl. Am Ende liege ich bei 1,8 Litern pro Stunde. Einen kleinen Tick weniger, als ich auf der Atlantiküberquerung gemittelt hatte.<br />
Gegen Abend schläft der Wind ein und der See breitet sich zur Nacht als eben wabernde Fläche aus. An Backbord verschwindet langsam die Küste der USA, im Fernglas sind an Steuerbord bereits die ersten Hügel Kanadas am Horizont zu erkennen. Über den Bundesstaat New York ziehen die ganze Nacht hindurch Gewitter nach Osten. Ein Schauspiel, weit weg: Ein Blitz jagt den Nächsten durch den Himmel. Immer wieder erhellen sie ganze Landschaften aus Wolkenkolossen. Wie vorhergesagt, bleiben die Unwetter südlich des Ontarios, fauchen lediglich einige Male mit einer kurzen Böe oder einem Schauer auf den See hinaus. Dafür schießen im letzten Licht des Tages die Lichtkegel der Städte rund um mich in den immer dichter bewölkten Himmel. Der größte, ist eher eine Mauer aus rötlichem Licht und kein Kegel. Direkt voraus liegt <strong>Toooorrrrrrronto!</strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
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		<title>Termingerecht</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Jun 2011 15:06:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Castleton-Boat-Club gehört sicher zu den Meilensteinen einer Fahrt auf dem Hudson. Mooringbojen kosten fünf Dollar pro Nacht, Dusche und WLAN sind kostenlos. Sonst hat der kleine Ort kurz vor New Yorks Hauptstadt Albany eher wenig zu bieten. Im Halbstundentakt donnert ein Schnellzug mitten durchs Dorf. Entlang der Main-Street stehen stumme Zeugen der wirtschaftliche Lage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1754" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/20100821-212411.jpg" rel="lightbox[1751]"><img class="size-medium wp-image-1754" title="Castleton" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/20100821-212411-225x300.jpg" alt="Castleton, New York" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Castleton</p></div>
<p>Der Castleton-Boat-Club gehört sicher zu den Meilensteinen einer Fahrt auf dem Hudson. Mooringbojen kosten fünf Dollar pro Nacht, Dusche und WLAN sind kostenlos. Sonst hat der kleine Ort kurz vor New Yorks Hauptstadt Albany eher wenig zu bieten. Im Halbstundentakt donnert ein Schnellzug mitten durchs Dorf. Entlang der Main-Street stehen stumme Zeugen der wirtschaftliche Lage der USA. Der Kontrast zu den Villen von Annapolis könnte kaum stärker sein: Plakate an den Strommasten laden nicht zum Tanztee des Bürgervereins, sondern warnen vor regelmäßigem Alkoholkonsum. Makler verzichten hier auf aufwendiges Anpreisen von Immobilien mit Blick aufs Wasser. Zwischen den Scherben zersprungener Fenster steht lediglich ein „Make Offer“ im Fensterrahmen. Die Farben auf dem Schild sind etwas blasser als im letzten Jahr geworden.<span id="more-1751"></span></p>
<div id="attachment_1753" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/DSCN0145.jpg" rel="lightbox[1751]"><img class="size-medium wp-image-1753" title="Maststützen " src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/DSCN0145-300x225.jpg" alt="Text der Beschriftung meiner Maststützen in Castleton: Paulinchen back in summer 2011" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Terminsache: Zurück im Sommer 2011</p></div>
<p>Trotzdem ist der Yachtclub unten am Fluss ein Magnet für Segler. Besitzt er doch den letzten Mastkran vor den niedrigen Brücken des oberen Hudsons.<br />
Für die Benutzung des Krans verlangt der Club zudem nur 50 Dollar, etwa ein Drittel dessen, was die meisten Marinas in der Umgebung berechnen würden. Dafür allerdings gilt hier: „Do-it-yourself“. Kein Problem, liegen doch täglich drei oder vier Boote hier zum Mastlegen oder -stellen. Und jeder weis: Am schnellsten kommt man dran, wenn man dem Vordermann bei den Arbeiten hilft.</p>
<div id="attachment_1752" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/DSCN0148.jpg" rel="lightbox[1751]"><img class="size-medium wp-image-1752" title="Castleton Mastkran" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/DSCN0148-225x300.jpg" alt="Mastkran am Castleton Boat Club, New York, Hudson River" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Mastlegen</p></div>
<p>Material zum Abstützen des Mastes an Deck findet sich hinterm Clubhaus, da wo die Schnellzüge drei Meter nebenan unter lautem Hupen durchdonnern. Bauholz in allen Größen lagert hier. Rob, der gerade nach dem letzten Gewitter einen umgestürzten Zaun repariert, erinnert daran keine markierten oder zusammengebundenen Sachen zu verwenden: „Wir hatten letzten Sommer jemanden, der nach sieben Jahren wiederkam. Seine Maststützen waren noch genau so da, wie er sie hier gelassen hatte.“ &#8211; man ist eben auch ein bisschen Stolz auf seinen Ruf am Fluss. Auch ich habe hier meine Stützen im letzten Jahr zusammengebunden und beschriftet. Das „Zurück im Sommer 2011“ klang damals endlos weit weg. Heute kommt es mir vor als sei eine Woche seit dem vergangen.</p>
<p>Drei Stunden später liegt der Mast fest verzurrt an Deck und ich verabschiede mich zum dritten Mal aus dem Club. „Du kommst wohl dieses Mal weiter als bis nach Canajoharie“, lacht Rob.</p>
<p>Meine äußerliche Verwandlung zum Flussfahrer ist damit abgeschlossen. 15 Meilen weiter im Städtchen Tory wartete die erste Schleuse. Das Funkgerät läuft schon länger nicht mehr auf dem internationalen Anrufkanal 16, sondern dem US-Binnenkanal 13. Prompt antwortet dort „Erie-Canal Lock One“ und schließt den letzten Bezug zum Atlantik ab. &#8211; Die oberen Schleusentore öffnen sich zu einem gezeitenlosen Fluss.</p>
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		<title>Mit den Gänsen</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Jun 2011 20:08:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kingston, New York. &#8211; Das Leben als Seefahrer ist für die kommenden Monate zu Ende. Seit einigen Tagen muss ich mir keine Gedanken mehr machen, wie ich Dinge unter Deck bei Lage staue oder an Deck gegen überkommende See festzurre. Die eiserne Genua schiebt Paulinchen mit 18 PS, statt, dass die Segel sie ziehen. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Kingston, New York. &#8211; Das Leben als Seefahrer ist für die kommenden Monate zu Ende. Seit einigen Tagen muss ich mir keine Gedanken mehr machen, wie ich Dinge unter Deck bei Lage staue oder an Deck gegen überkommende See festzurre. Die eiserne Genua schiebt Paulinchen mit 18 PS, statt, dass die Segel sie ziehen. Der Binnentörn im zweiten Anlauf hat begonnen. </strong></em></p>
<div id="attachment_1746" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/20110602-113332.jpg" rel="lightbox[1743]"><img class="size-medium wp-image-1746" title="Palisades" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/20110602-113332-300x200.jpg" alt="Historisches Segelschiff unter den New Yorker Palisades" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Palisades am Hudson River in New York</p></div>
<p>Direkt an der Stadtgrenze New Yorks muss sich der Seesegler umgewöhnen. Der Blick in die Ferne mündet nicht mehr am weiten Horizont, sondern am Flussufer. Deplatziert und eingeengt steht man den hohen Wällen der Palisades am Westufer des Hudson gegenüber. Schroffer Fels, rotbraun in der Sonne leuchtend. Erst ein entgegenkommendes Segelschiff macht ihre Höhe greifbar. Die beeindruckende Schönheit dieser Landschaft wechselt nur Stunden vom offenen Atlantik entfernt in ein Gefühl von heimatlicher Geborgenheit.</p>
<p>Auf dem langsamen Weg nach Süden im vergangenen Herbst hatte ich den Eindruck, dass der Fluss eine magische Anziehung auf Künstler auszuüben scheint. Kaum jemanden, den ich getroffen habe, der nicht malt, zeichnet, fotografiert oder schreibt. Auch auf mich hatte der Fluss damals auf seine Weise gewirkt. Hat förmlich dazu aufgerufen, inne zu halten und sich Zeit für seine Details zu nehmen. <span id="more-1743"></span></p>
<div id="attachment_1747" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/20110604-114326.jpg" rel="lightbox[1743]"><img class="size-medium wp-image-1747" title="Westpoint" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/20110604-114326-300x200.jpg" alt="US-Offiziersakademie Westpoint am Hudson River" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Westpoint</p></div>
<p>Der erste Stopp ist das kleine Städtchen Nyack, das verträumt keine 15 Meilen vom pulsierenden New York City liegt. Die Wolkenkratzer sind hier drei oder vier Stockwerke hoch, den Hang hinunter zum Fluss dominieren hölzerne Villen. Pittoresk fügen sie sich meist in fahlem Graublau in das dominierende tiefe Grün der Wälder. Farben, die jede Form von Eile aus dem Gehirn treiben.</p>
<p>Der Rhythmus des Flusses ist seine Tide: Eine kurze Flut mit kaum etwas über einem Knoten Strom Richtung Norden und eine lange Ebbe mit fast zwei Knoten Richtung Süden. Wer sich Zeit nehmen kann, erlebt den das Gezeiten bestimmte Revier. Ebbe bedeutet warten, Flut schnelles Vorankommen. Zeit, die nicht jeder hat. So schieben sich bereits kurz nach Sonnenaufgang die ersten Motorboote gegen den Strom. Ich erinnere mich an das Hochwasser in Waterford im letzten Jahr. Bewundernd stellte der Schleusenwärter fest, warum er Cruiser mag: Sind die Schleusen gesperrt, liegen die in entspannter Runde vor den Schleusen und veranstalten Grillpartys, während andere Skipper stündlich nach dem „Wann geht es weiter“ fragen.</p>
<div id="attachment_1748" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/20110603-092935.jpg" rel="lightbox[1743]"><img class="size-medium wp-image-1748" title="Nyack" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/20110603-092935-300x200.jpg" alt="Nyack, New York, USA" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Nyack Straßen</p></div>
<p>Meine „Eile“ definiert sich bei fünf Knoten Fahrt durchs Wasser anders: Ich nutze die Tide für den langen Ritt über fünfzig Meilen nach Kingston. Knapp zehn Stunden lang brummt der Motor unter dem Cockpitniedergang, während die sengende Sonne erst von steuerbord nach achtern und weiter nach backbord wandert. Der Fluss schlängelt sich auf diesem Stück durch mehr als nur Landschaft. Er weicht hohen Bergen wie dem Storm Mountain nördlich von Westpoint oder dem Beacon Mountain aus und weckt Erinnerungen an schwedische Fjorde. Bei Wappinger Falls denke ich an die Marschen entlang der Oberelbe östlich von Hamburg. Doch trotz Umwegen bleibt der Kurs unverkennbar: Es geht nach Norden. Wie zur Bestätigung kommt von Achtern eine Gruppe Gänse: kanadische Windgänse. Auch im letzten Jahr kamen sie meist von achtern herangeflogen. &#8211; Auf unserem gemeinsamen Weg nach Süden.</p>
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		<title>Eins, zwei, New York</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jun 2011 19:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wieder einige hundert Meilen im Kielwasser und nur noch wenige Tage von dem Punkt entfernt, an dem ich im vergangenen Herbst den Weg in den Süden angetreten habe. Bald wird es dann auch wieder etwas übersichtlicher auf der Google-Map mit meiner aktuellen Position. Die Chesapeake Bay entlang nach Süden zu „bummeln“ habe ich drei Etappen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wieder einige hundert Meilen im Kielwasser und nur noch wenige Tage von dem Punkt entfernt, an dem ich im vergangenen Herbst den Weg in den Süden angetreten habe. Bald wird es dann auch wieder etwas übersichtlicher auf der Google-Map mit meiner aktuellen Position.</strong></p>
<div id="attachment_1733" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/20110521-171045.jpg" rel="lightbox[1731]"><img class="size-medium wp-image-1733" title="Thomas Point Lighthouse" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/20110521-171045-300x200.jpg" alt="Thomas Point Lighthouse, Maryland, Chesapeake Bay" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Thomas Point Lighthouse</p></div>
<p>Die Chesapeake Bay entlang nach Süden zu „bummeln“ habe ich drei Etappen durchgehalten. Buchtenbummeln und Tagestörns sind eben einfach nicht meine Art zu reisen. Vor dem historischen St.Mary’s City, der ersten Hauptstadt des Bundesstaates Maryland, geht um sechs Uhr der Anker auf und wird gleich Seefest verstaut. Ohne weiteren Stopp ist nächstes Ziel die Mündung des Hudson Rivers.<br />
Die Chesapeake Bay bleibt mit etwas bitterem Beigeschmack im Gedächtnis. Bei Südwind um 15 bis 20 Knoten segelt man recht „ijsselmeerlike“ gegen kurze steile Seen, und auch alle sechs Stunden gegen ein bis zwei Knoten Strom. Kabbelwasser, immer wieder bremst es Paulinchen auf Geschwindigkeiten nahe des Stillstands herunter. Was zwölf Stunden dauern sollte, brauchte am Ende etwas über 24. Die bleibende Erinnerung an diesen Törnabschnitt bildet zudem die Narbe einer kleine Platzwunde an der linken Augenbraue. So klein, dass es keinen Zweck hätte deshalb irgendwo anzuhalten.<span id="more-1731"></span><br />
Statistisch bin ich damit hoffentlich für die nächsten elf Jahre wieder sicher vor schnell überkommenden Großbäumen. Der Zwischenfall hat aber auch an etwas eingeschlafene Sicherheitsgedanken erinnert: mit der Wucht einer Halse statt einer Wende oder etwas mehr Richtung Hinterkopf, hätte ich gute Chancen gehabt, im wahrsten Wortsinne in der Statistik unterzugehen: Bewusstlos ohne Weste über Bord, irgendwann irgendwo angetrieben.<br />
Die Lösung kann nur bedeuten, wieder mehr auf Lifebelt und Lifeline zu achten. &#8211; Auch im Cockpit.<br />
Kurz nach Sonnenaufgang schubst mich der beginnende Ebbstrom aus der Bay. Zum dritten, und hoffentlich letzten Mal auf dieser Reise, passiere ich das gigantische Bay-Bridge-Tunnl-System. Im Licht des Tages ein nüchternes Bauwerk. Eine Autobahn auf Stelzen, die die fast 20 Meilen breite Mündung überquert. Kein Vergleich zur eindrucksvollen Perlenkette aus tausend Lichtern bei einer nächtlichen Passage. Aber hinter ihr beginnt endlich der Ozean. Das dunkelbraune Flusswasser wird grün, dann, Meile um Meile, langsam tiefblau.</p>
<div id="attachment_1734" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/20110524-205140.jpg" rel="lightbox[1731]"><img class="size-medium wp-image-1734" title="Gewitterwolke" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/20110524-205140-200x300.jpg" alt="Gewitterwolke über Solomons Island im Anmarsch" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Gewitterwolke über Solomons Island im Anmarsch</p></div>
<p>Der Südostwind füllt die Segel, mit sechs bis sieben Knoten segele ich gen Nordosten. Weg von der Küste, weg von den, seit Wochen jeden Nachmittag über dem warmen Land blumenkohlartig aufsteigenden Wolken.<br />
Laut US-Medien liegt die US-Ostküste unter dem Einfluss einer Hitzewelle. Abgesehen von den ungewöhnlichen vielen und heftigen Gewittern der letzten beiden Monate war es demnach deutlich zu warm und auch zu trocken. Für die Tag vor mir auf See, sind über Maryland und New Jersey über 40 Grad Celsius angekündigt. Bei Luftfeuchtigkeiten von 60 bis über 80 Prozent. Tropenklima, wo vor acht Wochen noch beinahe Nachtfrost herrschte. Und ein Garant für weitere Gewitter und nächtliche Squalls auf dem Atlantik.<br />
Weiter draußen bewundere ich die Wolken mit anderen Augen. Ihr Aufquellen ist nicht mehr Symbol für eine herannahende zerstörerische „Stromcell“, sondern Naturschauspiel. Denn tatsächlich gehören Gewitter am Ankerplatz zu den beunruhigendsten Momenten meines Fahrtenseglerlebens. Interessanterweise allerdings immer nur, bis zu dem Moment, in dem das Unwetter „endlich“ über einem ist. Dann wird man andächtig, schaut gebannt zu und wartet, ob die Vorbereitung auf Sturmböen und drehende Winde ausreichend war oder nicht.<br />
Auf dem offenen Atlantik sehe ich einer Gewitterzelle hingegen schon in der Ferne mit dieser Neugier zu. Das dunkle Grau wird zum Gegner, den es auszutricksen gilt. Man kann es vor sich passieren lassen, versuchen aus seiner Zugbahn zu segeln und wenn alles nichts hilft: Den Motor starten, die Segel bergen und mitten hindurch fahren und nach zehn Minuten von seiner Rückseite hinterherrufen: „Ausgetrickst!“.<br />
Am Ankerplatz hingegen sitzt man unter seiner Sprayhood, hat bestenfalls einen Tee in der Hand und zu schaut tatenlos zu. Wird es richtig heftig, entlastet man mit eingekuppelter Maschine den Anker und hofft, die Flunken der Boote vor einem haben guten Halt.</p>
<div id="attachment_1735" class="wp-caption alignleft" style="width: 307px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/20110601-213301.jpg" rel="lightbox[1731]"><img class="size-medium wp-image-1735" title="Gewitter bei Nacht" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/20110601-213301-297x300.jpg" alt="Gewitter bei Nacht" width="297" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Gewitter bei Nacht</p></div>
<p>Die Angst vor einem Blitzschlag ist an beiden Orten gleichermaßen an Bord. Paulinchen besitzt so gut wie keinen Blitzschutz. Bis heute habe ich noch kein System gefunden, das zum nachträglichen Einbau geeignet ist und den Eindruck auf mich macht, zu funktionieren. Angesichts der Heftigkeit der Unwetter in der Chesapeake Bay ist dieser Eindruck inzwischen zudem eher gewachsen. &#8211; Wenn es passiert, dann passiert es. Ein direkter Treffer ist eher unwahrscheinlich, aber höchstwahrscheinlich der Letzte.<br />
Meine Einstellung bezüglich Gewitter hat sich seit der Abreise deutlich geändert. Noch immer bin ich vorsichtig: In der Regel bin ich der Erste, oft der Einzige, der bei aufziehenden Unwettern die fünf Minuten Arbeit investiert, einen zweiten Anker auszubringen. Dreht der Wind um 180 Grad und nimmt dabei um vier Windstärken zu, sehe ich meistens aus dem trockenen Niedergang zu, wie andere in strömendem Regen ihren Anker neu einfahren.<br />
Ich habe gelernt, mich anzupassen. Vor allem aber, davon auszugehen, dass das Wetter einen Tick heftiger wird, als es aussieht. Das schafft, anders als die Einstellung „Vielleicht wird es ja nicht so schlimm“, Reserven. Diese Vorsicht ist sicher ein Überbleibsel der regelrechten Panik, die mich bei den ersten wirklich heftigen Gewittern vor Anker ereilt hat. Es braucht vielleicht 25 Grad Lage und einen Meter hohe Windsee in einer eben noch vollkommen windstillen Bucht, diese Panik zu Respekt werden zu lassen. Sofern die Einsicht der eigenen Ohnmacht gleichmütig, nicht gleichgültig, macht, lohnt der Prozess. Sich vorzubereiten bleibt oberste Pflicht. Nach weit über 10.000 Seemeilen auf dieser Reise bin ich aber auch weit genug gekommen, um glücklich zu akzeptieren, wenn ein Punkt kommt, an dem nicht es nicht weiter gehen wird. Gleichmut aus Ohnmacht bedeutet aber nicht, diesen Moment zu erwarten. Denn der Respekt davor verlangt, diesen Tag mit allen Mitteln herauszuzögern.</p>
<p>Beinahe bedaure ich, den guten Wind, der mich laut GPS in nur 35 Stunden bereits vor die Mündung des Hudson Rivers bringen wird. Die Gedanken dieser zwei Tage auf See beschreibe ich in einer Positionsmeldung, die auf dem Weg Richtung Webseite leider verlorenging:</p>
<blockquote><p><em><strong>29.5.2011, 19.05 UTC &#8211; 38° 48.87N 074° 15.40W</strong></em><br />
Irgendwo querab liegt Cape May in etwa 30 Meilen, unsichtbar hinter tiefblauem Horizont. Nur noch einhundert Meilen bis New York. Seesegeln vom Allerfeinsten. 5.500 Meilen so weiter? &#8211; Ich bin dabei! Zwischen Bermuda und den Bahamas hindurch, die Karibik rechts (pardon steuerbord) liegen lassen und etwas zu weit nach Osten ausholen. Auf dem Weg nach Kap Hoorn gibt es einen Stopp auf Ascensión, mitten im Südatlantik. Die Insel hat sich schon länger auf meinen Routenplan für das nächste Jahr geschmuggelt. Richtung Kap Hoorn liegt sie, 1200 Meilen vor Brasilien und 800 von Liberia entfernt, beinahe auf dem Weg. Jimmy Cornell schreibt über die etwa 1000 Einwohner, dass ihre Industrie auf zwei Beinen steht: der NASA- und Telekommunikationsanlagen, sowie dem Verkauf von Briefmarken. Da muss ich hin! Besser ich lege jetzt das „Seglerlexikon der Welt“ wieder weg. Erst einmal bleibe ich aber in leichter Briese auf Nordkurs. Leichter Wind achterlicher als querab, Boot nahezu aufrecht, Parasailor zieht mit knappen fünf Knoten durch die Restdünung. Die Wellen sind zu lang für ein Schaukeln, das Auf und Ab ist kaum zu fühlen. Der aktuelle Kurs stimmt nicht ganz, führt mich eher in die Gegend von Cape Cod oder Newport, Rhode Island. &#8211; Fahrtensegeln macht bequem. Direkter Kurs auf die Lower Bay, lässt das Boot dann doch etwas zu sehr geigen. Statt den Kaffeebecher festzuhalten, mache ich einen halben Tag Umweg. Zeit, die Ozeanlektüre zu verstauen und mich auf den Abschied vom Atlantik für das restliche Jahr einzustellen. Neben der Kaffeetasse wartet bereits A.G. Adams „The Hudson River in Literature“ auf andere Entdeckungen.</p></blockquote>
<p>Am folgenden Nachmittag passiere ich Sandy Hook und laufe &#8211; nach einem kurzen Gewitter nahe der Küste &#8211; in Great Kills Harbor auf Staten Island in New York ein.</p>
<p><object width="500" height="306"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/15Ds6-HGjKQ?version=3"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/15Ds6-HGjKQ?version=3" type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="306" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Weiter bummeln &#8211; Weiterbummeln</title>
		<link>http://hinnerk-weiler.de/blog/2011/05/20/weiterbummeln</link>
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		<pubDate>Fri, 20 May 2011 06:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hinnerk</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Annapolis. &#8211; Angekommen am verregneten Donnerstag des 13. Aprils, ankerauf an einem verregneten 19.Mai. Über einen Monat waren die verträumt daliegenden Villen am Spa Creek Kulisse meines Zuhauses. Einer der besten Ankerplätze meiner gesamten bisherigen Reise! Annapolis ist einer dieser Orte, die mit ihrer Beschaulichkeit, ihrem historischen Stadtkern, ihren Trolleys und auch der Ice-Cream-Factory im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Annapolis. &#8211; Angekommen am verregneten Donnerstag des 13. Aprils, ankerauf an einem verregneten 19.Mai. Über einen Monat waren die verträumt daliegenden Villen am Spa Creek Kulisse meines Zuhauses. Einer der besten Ankerplätze meiner gesamten bisherigen Reise! </strong></p>
<div id="attachment_1706" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/MG_7360_cr.jpg" rel="lightbox[1705]"><img class="size-medium wp-image-1706" title="Regentage" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/MG_7360_cr-300x199.jpg" alt="Dingi an verlassener Mooring im Spa Creek, Annapolis, Maryland, USA" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Regentage in Annapolis</p></div>
<p>Annapolis ist einer dieser Orte, die mit ihrer Beschaulichkeit, ihrem historischen Stadtkern, ihren Trolleys und auch der Ice-Cream-Factory im Hafen, Ruhe und Beständigkeit ausstrahlen. Einen Hauch von Bedeutung verleihen das Capitol und die Navy Academy. Für neun Monate war die heutige Hauptstadt Marylands die Hauptstadt der USA. Seit 166 Jahren ist sie für vier Jahre Heimat eines jeden Offiziersanwärters der US-Navy. Gastfreundlichkeit ist für so einen Ort eine Selbstverpflichtung. Und nach langer und anstrengender Anreise nimmt man die besonders gern entgegen. Doch dann wacht man eines Morgens auf und findet sich selbst auf der Schwelle zwischen dem einem Leben unterm Rigg und dem Leben unter Segeln; noch nicht ganz Dauercamper und nicht mehr ganz Weltenbummler. Es ist der Moment, der keinen Aufschub mehr erlaubt: ankerauf!</p>
<p>All die unerledigten Dinge, denen der im Fluss der Tage eingelullte Skipper viel zu lange Aufschub gewährte, sind in einer Stunde abgehakt. Die Kuchenbude ist verstaut, der Diesel rüttelt sich warm. Ein letzter Schauer fegt über das Boot, eine halbe Stunde kämpfe ich, bis die beiden inzwischen tief im Schlamm vergrabenen Anker an Deck sind.<span id="more-1705"></span></p>
<p>Das kurze „Goodbye“, ist nur geflüstert. Denn für einen persönlichen Abschied fehlt es im Annapolis dieser Tage an Bekannten und erst recht an neu gewonnen Freunden. Die „Nachbarn“ an Land sind, ganz untypisch für die USA, mit Mühe zu einem „good morning“ zu bewegen gewesen. Andere Fahrtensegler, die länger als ein oder zwei Tage blieben, gab es hier im Creek nicht. Das soll, anders sein, wenn im Sommer Boot für Boot hier einen langen Zwischenstopp macht. Aber vom Sommer war bestenfalls ein Vorgeschmack zu erahnen. Die Mooringbojen blieben verwaist, nur zaghaft füllten sich, Wochenende um Wochenende, langsam die Stege der Dauerlieger. Einwenig habe ich schon das versprochene Auf und Ab der Motorboote in der Ego-Ally vermisst: Wo um den Independence Day durch die offenen Türen die eisige Kälte der Klimaanlagen auf die Terrassen der Bars am Hafen strömt, führen dann PS-starke Skipper graziöse Linien vor. Der Spitzname des Stichkanals zeugt dabei nach Auskunft der Hafenmeister weniger von der Bootsbaukunst der Yachten, sondern der mitgeführten Bowbunnys. Aber der regen- und gewitterreiche Frühling lockte bisher weder auf Flybridges, noch in Bikinis.</p>
<div id="attachment_1684" class="wp-caption alignright" style="width: 233px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/DSCN0033.jpg" rel="lightbox[1705]"><img class="size-medium wp-image-1684" title="Annapolis" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/DSCN0033-223x300.jpg" alt="Straßenszene aus Annapolis" width="223" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Wenige sonnige Tage zwischen den Fronten</p></div>
<p>Der Weg auf die Bucht hinaus lässt wieder die Frage aufkommen, ob es vielleicht einfach nicht sein soll. Ob das hinter mir aufziehende Gewitter der eiskalte Wink des Universums ist, das sagt: „Vergiss die ganze Idee mit den Great Lakes, schreib die Etappe binnen über Chicago ab und segel irgendwo anders hin.“ Das Resümee klingt fast so: Acht Wochen sind seit dem Verlassen der Bahamas vergangen. Zwei davon waren ohne Gewitter, keine drei Tage ohne Regen. Letzterer macht mir unter Deck nur in Form eingeschränkter Bewegung zuschaffen. Aber überall entlang meiner Route quillen Flüsse aus ihren Ufern und sind Etappen seit Wochen unpassierbar. Die Hochwasser des Mississippi sind selbst in den Nachrichten der Deutschen Welle. Schon der Weg zu den Great Lakes sieht derzeit wie bei meiner Ankunft im letzten Herbst aus: Hochwasser, gesperrte Schleusen, Sackgassen. Die Stichworte in den „Nachrichten für Seefahrer“ zu allen Meldungen sind unverändert: „until further notice“, „unforeseeable“ &#8211; „bis auf weiteres“, „unvorhersehbar“.</p>
<p>Immerhin, nächste Woche sollen Termine genannt und Teile des Champlainkanals wieder öffnen. Mein inzwischen wachsender Pessimismus scheint von offizieller Seite aber geteilt zu werden: „Sofern das Wetter erlaubt“, bremst die Meldung gleich zu beginn alle Begeisterung. Der Weg (s. Karte weiter unten) am Eriekanal vorbei nach Norden ist derzeit meine favorisierte Route und führt vom Hudson Richtung St.Lorenz Strom. Nördlich des Lake Champlain müsste ich dann durch den Richelieu Kanal und über den St.Lorenz River durch Montreal und in den Lake Ontario. Dreihundert Meilen Umweg, aber deutlich weniger Schleusen. Vor allem eine Einladung in Montreal günstiger die Arbeiten am Unterwasserschiff machen zu können, locken.</p>
<div id="attachment_1707" class="wp-caption alignleft" style="width: 220px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/2011-05-20_132425.jpg" rel="lightbox[1705]"><img class="size-medium wp-image-1707 " title="NTM-2010-05-20" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/2011-05-20_132425-300x200.jpg" alt="Screencopy mit Notice to Mariners" width="210" height="140" /></a><p class="wp-caption-text">Vollsperung: Alles Wege Richtung Great Lakes sind unpassierbar (Quelle:www.canals.ny.gov)</p></div>
<p>Der Hochwasserabfluss von den Great Lakes betrifft aber auch den St. Lorenz Strom. Die normalerweise zwei bis drei Knoten Gegenstrom dürften sich zu Zeit verdoppelt haben. Pegelstand zurzeit eher steigend, als fallend. Und der Champlainkanal ist auch „teilweise“ geöffnet kaum mehr als eine Sackgasse. Vor all dem steht ohnehin die Passage des Hudson. Zwischen New York City und Albany dürfte der die nächsten Wochen nur im Sechstundentakt zu befahren sein, wenn auflaufendes Wasser den Strom Richtung Atlantik bremst.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_1708" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/MG_7379_cr.jpg" rel="lightbox[1705]"><img class="size-medium wp-image-1708" title="Ospray" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/MG_7379_cr-300x200.jpg" alt="Seeadlernest auf einer Fahrwassermarkierung bei Annapolis, Maryland, USA" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Fischadler am Back Creek</p></div>
<p>Die Mündung des Hudsons erreiche ich von hier aus langsam bummelnd in etwas über einer Woche. Es bleibt also beim „Keine Eile dieser Tage“. Die Blog-Headline von vor einigen Wochen scheint sich zum Motto für den Frühling zu entwickeln. Mein Gewissen ist daher nur wenig gerührt, wenn ich den Bug drei Seemeilen nach dem Verlassen von Annapolis auf die Mündung des Back Creek richte. Unter den wachsamen Augen eines Fischadlers fällt fünfzehn Minuten vor dem nächsten Gewitter der Anker. Ein guter Start. Langsam weiter weiter bummeln.</p>
<p><em>(KARTE UNTEN: Schleuse Nummer eins des Erie-Kanals liegt noch auf dem Hudson River. Der eigentliche Kanals zweigt kurz danach bei Waterford nach Westen. Nördlich, den Hudson weiter hinauf, liegen der Lake Champlain und der Champlainkanal auf der Route ins Kanadische Montreal)</em></p>
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		<title>Häkchen machen</title>
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		<pubDate>Sun, 15 May 2011 16:28:07 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Technik, Ausrüstung, Praxis]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1670" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/DSCN0052.jpg" rel="lightbox[1669]"><img class="size-medium wp-image-1670" title="Delta Anker" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/DSCN0052-300x225.jpg" alt="10kg Delta Anker an Deck von Paulinchen" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Neuer Anker: 10kg Delta für festen Boden</p></div>
<p>Ein kleiner Marsch, oder wie der durchschnittliche Amerikaner sagt: „Far out of walking distance“ gibt es in Annapolis Schiffsausrüstung zum kleinen Preis. In einer großen Lagerhalle und einem kleinen Ladengeschäft sammelt Segelmacher Baconsails Ausrüstung nach dem Prinzip Secondhandladen. Der Eigentümer eines gebrauchten Gegenstandes nennt einen Preis, lässt das Ganze einfach da, und wenn es verkauft wird, bekommt der Händler einen Teil der Einnahmen. Zu meiner Überraschung scheint das hierzulande mit genau dem Augenmaß zu funktionieren, dass ich auf diversen maritimen Flohmärkten meines Lebens vermisst habe. Zusammenreißen muss man sich allerdings trotzdem, wenn die Bordkasse knapp ist und einem plötzlich ein Sextant für 100 Dollar vor der Nase liegt. Nüchtern betrachtet ist der ja nicht wirklich wichtig. Aber schön war er! Auch den wunderschönen Magellan GPS Empfänger von 1993 im Aktenkofferformat habe ich nach einer halben Stunde mit glänzenden Augen dann doch wieder zurückgelegt. Irgendwas hat da die Werbeindustrie an mir versaut. Ein iPad lockt bei mir kein müdes Lächeln hervor, aber bei Uraltelektronik werde ich schwach. Sperrt mich eine Nacht in diesen Laden und ich habe am Ende 1000 Dollar für Sachen ausgegeben, die einfach nur hübsch sind und irrsinnig viel Platz wegnehmen.<br />
Hier und da ist aber dann doch auch mal ein kleines Schnäppchen dabei, das der Reise dienlich ist. Und diese Dinge sind inzwischen natürlich gleichmäßig auf dem Boot verteilt:<span id="more-1669"></span></p>
<div id="attachment_1671" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/MG_7295.jpg" rel="lightbox[1669]"><img class="size-medium wp-image-1671" title="Magma Grill" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/MG_7295-300x199.jpg" alt="Magma Kohlegrill am Heck von Paulinchen in Annapolis, Maryland" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Natürlich nur vor Anker zu benutzen: Der Magma-Grill am Heckkorb</p></div>
<p>Seit einigen schlaflosen Nächten in den Bahamas steht eine Veränderung der Ankergarderobe an. Teil eins davon steht nun vor dem Mast an Deck. Ein 22lbs (10kg) Delta anker für 129$ beispielsweise. &#8211; Neu, nie benutzt, bravo! Unter Deck schont wieder eine funktionierende Petroleumlaterne die Batterien am Ankerplatz und macht vor allem deutlich schöneres Licht als alle „warm light“ LED Konzepte es jemals können. Anschaffung Nummer drei ist geht ebenfalls in Richtung angenehmeres Bordleben: Hätte mich nicht Martin bei meinem Besuch in Hamburg im Schnee des letzten Winters zum Grillen auf seinen Balkon eingeladen, mein letztes BBQ wäre noch immer der Lobster in Halifax gewesen. Für die Gegeneinladung bin ich nun dank Bordgrill am Heckkorb auch gewappnet. Obwohl ich zugeben muss, mich noch an die Nummer mit dem offenen Feuer an Bord etwas gewöhnen zu müssen.</p>
<div id="attachment_1672" class="wp-caption alignright" style="width: 209px"><a href="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/MG_7311.jpg" rel="lightbox[1669]"><img class="size-medium wp-image-1672" title="Arbeitslicht Petroleumlampe" src="http://hinnerk-weiler.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/MG_7311-199x300.jpg" alt="Unter Deck an Bord von Paulinchen beim Arbeiten am Computer" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Arbeit unter Deck wieder im Schein einer Petroleumlampe</p></div>
<p>Leider kein Schnäppchen, aber notwendig war mal wieder ein neuer Autopilot. Der sollte eigentlich dieser Tage irgendwo per UPS quer durch die Staaten reisen. Nachdem ich langsam statistisch inzwischen feststellen kann, dass ich einen Pinnenpiloten pro Jahr verschleiße, spiele ich ernsthaft mit dem Gedanken auf robustere Einbaulösungen zu setzen. Dafür gibt es dann vielleicht auch Ersatzteile.</p>
<p>&nbsp;</p>
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